Hokkaido, das Japan-Abenteuer im Norden

Fluss in einem bunt verfärbten Herbsttal mit Onsen-Gebäuden in Hokkaidō

Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele auf Hokkaido, die du nicht verpassen willst

Hokkaido ist die große, kühle Bühne im Norden von Japan, auf der Natur und Stadtleben erstaunlich gut zusammenpassen. Hier wirken Wälder, Seen und Vulkane oft wilder und weiter als auf den bekannteren Inseln im Süden, weil die Landschaft mehr Raum bekommt und der Horizont gefühlt länger offen bleibt. An den Küsten wechseln sich schroffe Abschnitte mit ruhigen Buchten ab, und dazwischen findest du Dörfer, in denen vieles langsamer läuft und sich der Alltag weniger nach Großstadt anfühlt.

Sapporo im Winter mit Odori-Park, Schneeskulpturen und Bergen im Hintergrund
Hokkaidō – Winterpanorama von Sapporo (Odori-Park) – Bildnachweis: CHUNYIP WONG – Stock-ID: 1152631340

Gleichzeitig gibt es moderne Viertel, gute Museen und Städte, die überraschend kreativ sind und trotzdem entspannt wirken. Du kannst morgens draußen unterwegs sein, mittags in ein warmes Café abtauchen und abends in Bars oder kleinen Restaurants landen, ohne dass es sich hektisch anfühlt. Auf der Insel leben grob rund 5,1 Millionen Menschen, und trotzdem verteilt sich das Leben so, dass viele Orte nie überlaufen wirken.

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Genau diese Mischung macht Hokkaido so angenehm, weil du dich nicht entscheiden musst zwischen Abenteuer und Komfort. Dazu kommt eine Food-Szene, die mit regionalen Zutaten und ehrlicher Küche schnell zum eigentlichen Highlight werden kann. Wer Japan schon kennt, erlebt hier eine neue Seite, die kühler, weiter und oft erstaunlich ruhig ist.


Im Winter locken Schnee und klare Luft, und viele Tage fühlen sich an, als wäre die Welt einmal frisch durchgelüftet worden. Dann stehen Skigebiete und verschneite Wälder ganz oben auf der Liste, aber auch ganz normale Spaziergänge bekommen plötzlich etwas Besonderes, weil alles stiller wirkt und die Sicht oft kristallklar ist. Im Sommer ist Hokkaido dagegen hell und leicht, mit langen Tagen und Farben, die schnell nach Urlaub aussehen. Berühmt sind die Lavendelfelder, die ganze Hügel in Violett tauchen und zusammen mit den weiten Landschaften dieses typische Postkartengefühl erzeugen. Dazwischen leuchten im Herbst die Wälder in Herbstfarben wie aus einem Film, und selbst eine einfache Zug- oder Autofahrt wird zur Aussichtstour, weil hinter jeder Kurve ein neuer Farbwechsel wartet.

Von einer Seilbahn aus sieht man Skipisten, einen Ort im Tal und einen kegelförmigen, schneebedeckten Berg in Hokkaido.
Seilbahnfahrt mit Panoramablick auf Hokkaidos Winterberge – Bildnachweis: Keattisak A – iStock-ID: 1169601276

Dazu kommen heiße Quellen, die du nach einem aktiven Tag wie eine kleine Belohnung einplanen kannst, ganz egal ob draußen Schnee liegt oder die Luft abends nur ein bisschen abkühlt. Kulinarisch spielt Hokkaido ebenfalls in einer eigenen Liga, weil die Produkte oft sehr frisch sind und die Küche viel aus dem macht, was die Insel gerade hergibt. Die Meeresküche ist dabei ein großes Thema, aber auch einfache Gerichte wirken hier oft besonders rund, weil Qualität und Portionen stimmen.

Und dann sind da diese kleinen Orte, in denen du dich schnell wie auf einem Roadtrip fühlst, weil zwischen Stopps am Meer, kurzen Wanderungen und einem Café am Nachmittag alles ganz natürlich ineinander übergeht. Wenn du Japan kennst, wirkt Hokkaido oft wie eine überraschend neue Version davon, etwas ruhiger, weiter und weniger geschniegelt. Wenn du Japan noch nicht kennst, ist es ein ziemlich starker Einstieg, weil du hier Natur, Genuss und Städte in einer Reise verbinden kannst, ohne ständig das Gefühl zu haben, irgendwo durchgetaktet sein zu müssen.

Geschichte

Hokkaidos Geschichte ist eng mit den Ainu verbunden, deren Sprache, Handwerk, Rituale und Erzähltraditionen den Norden über viele Jahrhunderte geprägt haben. Weil das Klima rauer ist und die Distanzen groß sind, blieb die Insel im Vergleich zu vielen Regionen im übrigen Japan lange dünner besiedelt, und das Leben wurde stärker von Handel, Fischerei, Jagd und den Jahreszeiten bestimmt. Viele Küstenorte lebten vom Austausch über das Meer, während im Inland Wälder, Flüsse und Berge den Rhythmus vorgaben und Reisen oft eher nach Expedition als nach Tagesausflug klangen.

Beleuchtete Backsteingebäude säumen eine verschneite Straße, auf der Autos fahren und Menschen vorbeigehen.
Abendstimmung in Hokkaido zwischen roten Backsteinlagerhäusern – Bildnachweis: Sean Pavone – iStock-ID: 1286698651

Ab dem 19. Jahrhundert, besonders in der Meiji-Zeit, setzte dann eine intensive staatliche Erschließung ein, bei der Verwaltung, Landwirtschaft und Verkehrswege gezielt aufgebaut wurden. Städte wie Sapporo wuchsen planmäßig und schnell, und man spürt bis heute, dass hier vieles später entstand als in klassischen alten Kulturlandschaften auf Honshu. Genau dieses Spannungsfeld zwischen Tradition, Pioniergeist und moderner Infrastruktur fühlt sich außerhalb der großen Zentren oft am deutlichsten an, weil du dort schneller auf lokale Geschichten, alte Wirtschaftsformen und starke regionale Identität triffst. Wenn du dich für Museen, kleine Gedenkorte und Alltagskultur interessierst, lohnt es sich, nicht nur Fotospots abzuhaken, sondern bewusst Zeit für Hintergründe einzuplanen, weil sich Hokkaido dann viel tiefer und persönlicher erschließt.

So kommst du nach Hokkaido

Am einfachsten ist die Anreise per Flugzeug, weil Hokkaido weit im Norden liegt und du aus vielen japanischen Städten direkte Inlandsverbindungen findest. Der wichtigste Knotenpunkt ist der New Chitose Airport, und von dort kommst du schnell weiter nach Sapporo oder in andere Regionen der Insel. Gerade wenn du nur wenig Zeit hast, ist das die bequemste Lösung, weil du nach der Landung nicht erst stundenlang umsteigen musst und viele Unterkünfte gut erreichbar sind.

Wenn du lieber mit der Bahn reist, kommst du per Shinkansen bis zur Shin-Hakodate-Hokuto Station. Ab dort geht es mit Regional- und Expresszügen weiter Richtung Inselinneres, und du merkst schnell, dass die Distanzen größer sind als auf vielen Routen weiter südlich. Die Verbindung zwischen Honshu und Hokkaido läuft dabei durch den Seikan-Tunnel, was sich unterwegs wie ein kleines Technik-Highlight anfühlt, auch wenn die Fahrt selbst ganz entspannt bleibt.

Leuchtend pinke Blütenfelder erstrecken sich bis zum Horizont, dahinter ragt ein hoher Berg unter blauem Himmel auf.
Blütenmeer aus rosa Moosphlox vor Hokkaidos Bergkulisse
– Bildnachweis: kata716 – iStock-ID: 537410500

Für viele Strecken ist ein Mix aus Zug, Bus und gelegentlich Mietwagen ideal, weil du damit flexibel bleibst und je nach Region deutlich mehr siehst. In Städten funktioniert der öffentliche Verkehr sehr gut, und sobald du tiefer in Nationalparks, Küstenabschnitte oder abgelegenere Orte willst, wird ein Auto oft zur Abkürzung, die dir Zeit und Umwege spart.

Infrastruktur vor Ort

In den Städten ist das Reisen angenehm unkompliziert, weil du klare Beschilderung, zuverlässigen Nahverkehr und viele Unterkünfte für fast jedes Budget findest. Gerade in Sapporo oder Hakodate kannst du vieles ohne großen Plan spontan machen, weil sich Viertel, Sehenswürdigkeiten und Restaurants gut verbinden lassen und du selten das Gefühl hast, „festzustecken“. Auch Tickets, Automaten und Apps sind meist logisch aufgebaut, und mit ein bisschen Routine läuft der Alltag dort schnell wie von selbst.

Zwischen den Regionen trägt dich das Bahnnetz von JR Hokkaido, und für klassische Strecken ist das komfortabel und entspannt. In ländlichen Gegenden sind die Verbindungen aber weniger dicht, und dann bestimmen Busfahrpläne oft deinen Tagesrhythmus, weil es manchmal nur wenige Abfahrten am Tag gibt. Genau hier kann sich ein Mietwagen sehr lohnen, wenn du mehrere Naturregionen kombinieren willst, weil du spontan anhalten kannst, Aussichtspunkte mitnimmst und Nebenstrecken fährst, die mit Bus und Bahn schlicht zu umständlich wären.

Im Winter ist die Infrastruktur grundsätzlich gut, aber Wetter kann Pläne ändern, und dann sind Pufferzeiten wirklich Gold wert, weil sich Fahrzeiten durch Schnee oder Wind schnell verschieben. Wenn du im Schnee fährst, sind Winterreifen Standard, trotzdem lohnt sich eine ruhige Fahrweise und ein wacher Blick auf Straßenzustand und Sicht. Auf längeren Strecken solltest du immer Snacks, Wasser und warme Kleidung dabeihaben, weil Entfernungen größer sind und Pausenorte nicht überall dicht liegen. Insgesamt gilt: In der Stadt reicht der ÖPNV völlig aus, und für abgelegene Landschaften fühlt sich ein Roadtrip meist am besten an, weil er dir diese Freiheit gibt, die Hokkaido so besonders macht.

Eine geräumte Straße mit hohen Schneewällen führt durch ein Dorf in Hokkaido, dahinter liegen verschneite Berge.
Wintermorgen auf einer verschneiten Straße in Hokkaido – Bildnachweis: WhitcombeRD – iStock-ID: 2174679324

Top Sehenswürdigkeiten

1) Sapporo
Sapporo ist die entspannte Metropole der Insel und eignet sich perfekt als Startpunkt, weil du dich schnell orientierst und trotzdem sofort dieses Hokkaido-Gefühl bekommst. Die Stadt wirkt offen und aufgeräumt, mit breiten Achsen, viel Platz und einer Atmosphäre, die selbst an belebten Tagen nicht hektisch wird. Du kannst durch große Parks und Grünachsen schlendern, dir zwischendurch einen Kaffee in einem ruhigen Viertel holen und danach ohne Stress zum nächsten Programmpunkt wechseln.

Tagsüber lassen sich Märkte, Museen und kleine Food-Spots gut kombinieren, weil die Wege meist kurz sind und vieles logisch beieinanderliegt. Am Abend kannst du durch Unterhaltungsviertel ziehen, gemütlich essen gehen und dich einfach treiben lassen, ohne dass du lange planen musst. Besonders schön ist die Mischung aus klarer Stadtstruktur und schnellen Ausflügen ins Grüne, denn außerhalb des Zentrums bist du oft schneller in Natur und Aussichtslagen, als man es von einer Großstadt erwarten würde. Genau deshalb fühlt sich Sapporo wie ein bequemer Einstieg an, der dir gleichzeitig sofort Lust auf mehr macht.

2) Hakodate
Hakodate punktet mit spürbarer Hafenatmosphäre, historischen Vierteln und einer der berühmtesten Nachtansichten Japans, die sich wie ein echter Gänsehautmoment anfühlen kann. Besonders rund wirkt die Stadt, weil du zwischen Wasser, alten Straßenzügen und modernen Ecken schnell wechselst und trotzdem alles gut zu Fuß oder mit kurzen Fahrten verbinden kannst. In den historischen Bereichen merkst du sofort, dass Hakodate eine andere Stimmung hat als viele Städte weiter im Inland, weil hier Handel, Meer und Fernweh immer Teil der Kulisse sind.

Dazu kommt, dass Hakodate ein praktisches Tor ist, wenn du per Zug auf die Insel kommst, weil du hier oft zuerst ankommst und von hier aus gut weiterplanen kannst. Das macht die Stadt ideal für ein bis zwei Nächte zum Ankommen, Durchatmen und Einstimmen, bevor du tiefer nach Hokkaido hineinreist. Gerade wenn du gern fotografierst, lohnt sich Hakodate besonders, weil sich Hafen, Hügel und Lichter je nach Tageszeit ständig anders anfühlen.

3) Otaru
Otaru ist kompakt, charmant und ideal für einen Tag voller Fotostopps, weil du viele schöne Ecken auf kurzer Strecke findest. Alte Lagerhäuser, der Kanal und kleine Läden geben der Stadt eine besondere Atmosphäre, die ein bisschen nostalgisch wirkt und trotzdem lebendig bleibt. Du kannst entspannt am Wasser entlanglaufen, immer wieder in Seitenstraßen abbiegen und dich von Schaufenstern, Cafés und kleinen Handwerksläden anziehen lassen.

Besonders stimmungsvoll wird es am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher wird und die Fassaden und Brücken am Kanal richtig gut zur Geltung kommen. Dann fühlt sich selbst ein kurzer Spaziergang wie ein kleiner Filmset-Moment an, weil überall Details warten, die man gern festhält. Wenn du nur wenig Zeit hast, ist Otaru genau deshalb ein perfekter Zwischenstopp, der sich leicht in eine Route ab Sapporo einbauen lässt und trotzdem nach „kleiner Auszeit“ aussieht.

4) Furano und Biei
Im Sommer sind diese Orte der Inbegriff von Hokkaido-Idylle, weil sich weite Felder und sanfte Hügel fast ohne Unterbrechung bis zum Horizont ziehen. Du hast oft das Gefühl, dass hier alles ein bisschen langsamer und luftiger ist, weil so viel Platz zwischen den einzelnen Höfen, Straßen und Aussichtspunkten liegt. Gerade an klaren Tagen wirkt die Landschaft wie eine große Bühne, auf der Farben und Licht ständig wechseln und jeder kurze Stopp nach „noch ein Foto“ ruft. Dazu passt, dass du die Region sehr entspannt entdecken kannst, weil die Straßen meist ruhig sind und sich schöne Panoramen fast von selbst ergeben.

Auch außerhalb der Blütezeit lohnt sich die Gegend, weil sie nicht nur von einzelnen Blumenfeldern lebt, sondern von dieser offenen, weiten Stimmung. Wenn die Felder abgeerntet sind oder das Grün schon dunkler wird, wirkt alles noch reduzierter und dadurch fast noch eindrucksvoller. Genau dann kommt dieses nordisch anmutende Gefühl besonders stark durch, weil die Linien in der Landschaft klarer werden und der Blick länger wandert. Wer gerne draußen ist, merkt schnell, dass es hier nicht nur um ein saisonales Motiv geht, sondern um eine Region, die in jeder Jahresphase ihren eigenen Charakter zeigt.

5) Noboribetsu
Wenn du heiße Quellen suchst, bist du hier genau richtig, denn die Gegend ist bekannt für dampfende Täler, mineralische Luft und klassische Badehotels, in denen du den Tag wunderbar langsam ausklingen lassen kannst. Oft siehst du den Dampf schon aus der Ferne aufsteigen, und spätestens vor Ort fühlt sich alles ein bisschen wie Natur-Spa an, weil Wasser, Wärme und Landschaft so eng zusammengehören. Viele Orte sind darauf eingestellt, dass man nicht nur kurz badet, sondern richtig ankommt, umzieht, herunterfährt und sich Zeit nimmt. Genau dadurch entsteht diese besondere Stimmung, die Onsen so anders macht als ein normales Wellnessbad.

Gerade nach einer Wanderung oder einem langen Fahrtag merkst du, wie schnell der Kopf leiser wird, wenn du im warmen Wasser sitzt und die Umgebung nur noch aus Dampf, Geräuschen und einem weiten Blick besteht. Wenn es draußen kühl ist oder sogar Schnee liegt, wird der Kontrast noch intensiver, weil die Wärme wie eine kleine Umarmung wirkt. Genau hier fühlst du, warum Onsen für viele das heimliche Highlight jeder Japanreise sind, weil es nicht nur um Entspannung geht, sondern um dieses Ritual, das den Tag abrundet und die Reise plötzlich sehr persönlich macht.

6) Shiretoko National Park
Das ist die große Wildnis-Ikone im Nordosten, wo sich Küste, Wälder und Berge so dicht begegnen, dass sich Natur hier oft rau und echt anfühlt. Rund um den Shiretoko-Nationalpark wirkt vieles wie am Rand der Welt, weil die Landschaft weit ist und weil du nicht an jeder Ecke auf Infrastruktur triffst. Genau das macht den Reiz aus, denn schon eine kurze Fahrt oder Bootstour kann sich wie ein kleines Abenteuer anfühlen, wenn Felsen, Nebel und Meer plötzlich die Hauptrolle übernehmen.

Shiretoko ist Weltnaturerbe der UNESCO, und dieser Schutzgedanke ist vor Ort wirklich spürbar, weil Natur hier nicht nur Kulisse ist, sondern bewusst bewahrt werden soll. Das Gebiet umfasst Land und Meer rund um das Ochotskisches Meer, und genau diese Verbindung macht die Region ökologisch so besonders. Gerade deshalb gibt es in sensiblen Bereichen klare Regeln und teils auch Zugangsbeschränkungen, damit die Landschaft so bleibt, wie man sie hier erleben möchte.

7) Daisetsuzan National Park
Wer Berge liebt, Luft zum Durchatmen sucht und gern in die Weite schaut, findet im Daisetsuzan National Park ein riesiges Naturgebiet mitten auf Hokkaido. Hier wirkt vieles urwüchsig und groß, weil sich Bergzüge, Hochflächen und Täler über eine enorme Fläche verteilen und du oft lange unterwegs bist, ohne dass die Landschaft „aufhört“.

Daisetsuzan gilt flächenmäßig als Nationalpark mit besonders großer Ausdehnung in Japan, und mit rund 226.000 Hektar merkst du die Dimensionen sehr schnell, sobald du dort fährst oder wanderst. Der Park hat nicht dieses eine Zentrum, sondern mehrere Einstiege, die jeweils ganz unterschiedliche Stimmungen haben, von alpinen Wegen bis zu Schluchten und Onsen-Orten.

Ein klassischer Startpunkt ist rund um Mount Asahidake, wo dich die Daisetsuzan Asahidake Ropeway schnell in hochalpine Landschaft bringt, ohne dass du direkt eine große Tageswanderung brauchst. Alternativ kommst du über Sounkyo Onsen gut an aussichtsreiche Routen, die besonders in der Übergangszeit richtig fotogen sind.

Sapporo TV Tower mit Blumenbeeten im Odori-Park unter blauem Himmel
Hokkaidō – Sapporo TV Tower im Odori-Park – Bildnachweis: Jui-Chi Chan – Stock-ID: 1497025471

Die schönsten Ausflugsziele

Lake Toya
Ein ruhiger See mit weitem Blick, der sich perfekt für einen entspannten Tagesausflug eignet. Viele kombinieren die Gegend mit kurzen Wanderungen und einem Abstecher zu Aussichtspunkten.

Jozankei
Wenn du in Sapporo übernachtest, ist das ein unkomplizierter Ausbruch in die Natur, ohne weit zu fahren. Vor allem mit einem warmen Bad am Ende wirkt der Tag wie ein kleiner Urlaub im Urlaub.

Niseko
Im Winter geht es um Pulverschnee und Skitage, im Sommer um Outdoor und klare Bergluft. Auch wenn du nicht fährst, lohnt sich die Region oft für Landschaft und entspannte Resort-Atmosphäre.

Asahiyama Zoo
Ein bekannter Zoo, den viele mit der Stadt Asahikawa verbinden und als Tagestrip planen. Das passt gut, wenn du ohnehin Richtung Inselmitte unterwegs bist.

Abashiri
Die Küste im Osten hat einen ganz eigenen Charakter, und je nach Saison spielt das Meer eine Hauptrolle. Wenn du das Gefühl suchst, wirklich „am Rand“ von Japan zu sein, ist die Gegend stark.

Onuma Quasi-National Park
Eine Seenlandschaft nahe Hakodate, die sich leicht in eine Route einbauen lässt. Ideal für einen halben Tag mit Spaziergängen, Fotostopps und etwas Natur ohne großen Aufwand.

Typisch essen auf Hokkaido

Kulinarisch ist Hokkaido oft ein Volltreffer, weil Meer und Landwirtschaft überall präsent sind und du das direkt auf dem Teller merkst. Die Insel hat viel Platz, ein kühleres Klima und starke Regionen für Landwirtschaft und Viehzucht, und gleichzeitig liegt das Meer nie weit weg. Dadurch entsteht diese seltene Kombination aus bodenständigen, kräftigen Gerichten und sehr frischen Zutaten, die nicht viel Chichi brauchen, um zu überzeugen.

Sehr typisch sind Sapporo-Miso-Ramen, herzhafte Suppen-Currys und Meeresfrüchte wie Krabbe, Jakobsmuschel oder Seeigel, je nach Saison und Region. In Sapporo fühlt sich eine dampfende Ramen-Schüssel an wie das perfekte Wohlfühlessen nach einem langen Tag, weil sie satt macht und gleichzeitig diesen lokalen Charakter hat. Suppen-Curry ist oft würziger und leichter als man erwartet, und gerade das macht es spannend, weil Gemüse, Reis und Brühe so gut zusammenspielen.

Luftbild der sternförmigen Festung Goryōkaku in Hakodate, umgeben von rosa Kirschblüten und Wassergräben
Hokkaidō – Goryōkaku in der Kirschblüte (Hakodate) – Bildnachweis: Brian Lit – Stock-ID: 2157407210

Auch Milchprodukte spielen eine größere Rolle als in vielen anderen Teilen Japans, und das spürst du an Desserts, Eis und Käse, die oft erstaunlich cremig und „ehrlich“ schmecken. Selbst wenn du eigentlich nicht der große Dessert-Mensch bist, stolperst du unterwegs fast automatisch über kleine Läden, die mit Soft-Ice, Pudding oder Käsekuchen locken, und plötzlich passt das genau zu diesem frischen, klaren Inselgefühl.

Ein Klassiker, den du unbedingt probieren solltest, ist Jingisukan, also gegrilltes Lamm oder Hammel, das auf Hokkaido besonders beliebt ist. Das Essen ist gesellig, es duftet intensiv und es fühlt sich wie ein kleines Ritual an, weil man gemeinsam am Grill sitzt und sich Zeit nimmt. Wenn du Fleisch magst, bleibt dir das meist länger im Kopf als viele „perfekte“ Restaurantgerichte, weil es so unkompliziert und gleichzeitig so typisch ist.

Wenn du gern lokal isst, lohnt sich außerdem ein Besuch in Markthallen und kleinen Izakaya, weil dort oft genau die Gerichte auftauchen, die du zu Hause nie bestellen würdest. Gerade diese spontanen Entscheidungen sind häufig die Momente, die eine Reise wirklich definieren, weil sie nicht nach Plan passieren, sondern weil du einfach neugierig bist und dich traust, etwas Neues zu nehmen.

Fluss in einem bunt verfärbten Herbsttal mit Onsen-Gebäuden in Hokkaidō
Hokkaidō – Onsen-Ort im Herbst – Bildnachweis: SeanPavonePhoto – Stock-ID: 155721870

Hokkaido ist ein Reiseziel für alle, die Japan lieben, aber nicht nur die Klassiker sehen wollen

Du bekommst große Natur, ehrliche Wettermomente und Städte, die nicht nach „Sightseeing-Programm“ wirken, sondern nach normalem Leben mit sehr gutem Essen. Wenn du dir eine Route baust, die Stadt und Landschaft bewusst mischt, fühlt sich die Reise schnell rund und nicht gehetzt an. Und genau das bleibt meist hängen, dieses Gefühl von Weite, klarer Luft und dem Gedanken, dass du irgendwann wiederkommen willst.

Welche Jahreszeit reizt dich für Hokkaido am meisten, Winter oder Sommer? Hast du Japan schon mal bereist und warst vielleicht sogar schon mal in Hokkaido? Wir freuen uns über ein paar Erfahrungsberichte und Kommentare.