Französisch-Guayana statt Karibik: Hier landest du sofort im Urlaubsmodus

Farbige Sonnensegel hängen über einer geraden Straße mit vielen Palmen.

Dieses Reiseziel kennen nur wenige: Französisch-Guayana zwischen Küste, Fluss und Regenwald

Französisch-Guayana liegt an der Nordküste Südamerikas zwischen Suriname und Brasilien und gehört politisch zu Frankreich. Genau das macht die Region so besonders, weil du tropische Natur erlebst, aber gleichzeitig französische Strukturen vorfindest, von Verwaltung bis Alltag.

Von einem grünen Hügel blickt man auf eine kleine Insel und helles, klares Meer.
Tropischer Aussichtspunkt über eine türkisfarbene Bucht – Bildnachweis: Leonid Andronov – iStock-ID: 2206330332

In Französisch-Guayana leben grob rund 300.000 Menschen, und vieles konzentriert sich auf die Küstenzone rund um Cayenne, Kourou und Saint-Laurent-du-Maroni. Die Stimmung ist eine Mischung aus Karibik-Vibes, Amazonas-Nähe und einem Alltag, der in vielen Details überraschend europäisch wirkt, ohne dass es sich geschniegelt anfühlt.

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Du kannst an einem Tag über Märkte schlendern und am nächsten Tag im Boot durch Sumpflandschaften fahren, in denen Vögel und Kaimane ganz selbstverständlich zum Naturbild gehören. Genau diese Wechsel machen die Reise so intensiv, weil sich Stadt, Fluss und Dschungel nicht wie getrennte Programmpunkte anfühlen, sondern wie ein zusammenhängendes Erlebnis.

Gleichzeitig ist Französisch-Guayana kein klassisches Strandresort-Ziel, sondern eher ein Ort für Menschen, die Natur und Kultur wirklich erleben wollen. Wenn du dich darauf einlässt, wird die Reise extrem dicht, weil du hier Wege gehst, die sich nach echter Entdeckung anfühlen und nicht nach Standardroute.

Ein roter Leuchtturm steht neben einem verwitterten Gebäude zwischen Palmen und sattem Grün.
Roter Leuchtturm neben einem alten Backsteingebäude – Bildnachweis: Leonid Andronov – iStock-ID: 2206330312

Warum Französisch-Guayana als Reiseziel so anders ist

Französisch-Guayana wirkt wie ein Grenzraum zwischen Welten. Du bist in den Tropen, aber du zahlst mit Euro, und vieles fühlt sich im Alltag erstaunlich vertraut an.

Vieles funktioniert französisch, vom Bäcker bis zum Straßenschild. Genau diese Mischung ist das Besondere, weil du dich schnell zurechtfindest und gleichzeitig merkst, dass die Umgebung komplett anders tickt.

Gleichzeitig beginnt die Wildnis oft schon kurz hinter der Küste, und genau dort liegen viele Erlebnisse, die du später wirklich erzählst. Das Land ist riesig, dünn besiedelt und stark naturgeprägt, was Reisen langsamer und intensiver machen kann.

Deshalb solltest du deine Route klug planen, damit du nicht nur unterwegs bist, sondern auch Zeit hast, Orte wirken zu lassen. Wenn du dir Puffer gönnst und nicht zu viel auf einmal willst, fühlt sich die Reise weniger nach Transfer an und mehr nach echter Entdeckung.

Ein bisschen Geschichte, die du heute noch spürst

Die Geschichte ist in Französisch-Guayana nicht nur ein Kapitel im Museum, sondern steckt an Orten, die du wirklich besuchen und erleben kannst. Genau dadurch wirkt sie weniger abstrakt, weil du sie nicht nur liest, sondern im Raum spürst.

Besonders präsent ist das Thema Strafkolonie und Bagne, das du in Saint-Laurent-du-Maroni und auf den Inseln vor Kourou sehr direkt nachvollziehen kannst. Dort siehst du, wie eng Alltag, Kontrolle und Isolation miteinander verbunden waren, und warum dieser Teil der Vergangenheit bis heute nachwirkt.

Viele bunte Dächer und Palmen liegen vor dem Meer und einem kleinen Hügel.
Dächer einer Küstenstadt im warmen Abendlicht – Bildnachweis: Leonid Andronov – iStock-ID: 2204646526

Auf den Îles du Salut findest du noch viele Gebäude und Spuren dieser Zeit, und genau das macht den Besuch so eindrucksvoll, weil paradiesische Natur und schwere Geschichte an einem Ort zusammentreffen. Auf den Îles wird dieser Kontrast besonders stark, weil die Kulisse schön ist und der Hintergrund trotzdem schwer bleibt.

Wenn du dich für Kolonialgeschichte, Migration und kulturelle Mischungen interessierst, ist Französisch-Guayana dafür ein sehr spannender Ort, weil hier vieles sichtbar und greifbar geblieben ist. Du bekommst ein Gefühl dafür, wie Geschichten, Menschen und Orte zusammenhängen, ohne dass du dafür lange Erklärtafeln brauchst.

Anreise und Einreise, damit du ohne Stress startest

Die meisten Reisenden kommen über den Flughafen bei Cayenne an, der in Matoury liegt und für die Region das wichtigste Tor nach außen ist.
Praktisch ist, dass du oft über Frankreich anreist, weil Französisch-Guayana politisch zu Frankreich gehört, auch wenn es geografisch weit weg liegt.
Von dort geht es fast immer weiter mit Inlandsflügen, Booten oder organisierten Transfers, weil die spannenden Naturregionen selten direkt „neben dem Terminal“ starten.

Für die Planung wichtig ist außerdem, dass die Überseegebiete nicht Teil des Schengen-Raums sind und deshalb eigene Einreise- und Visaregeln gelten, besonders für Nicht-EU-Staatsangehörige.
Wenn du nicht sicher bist, ob ein Visum nötig ist, ist es klug, das vorab über die offiziellen Visa-Infos zu prüfen, statt dich auf Schengen-Logik zu verlassen.

Bei Gesundheitsthemen solltest du besonders sorgfältig sein, weil für Französisch-Guayana eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben ist und das auch kontrolliert werden kann.
Zusätzlich ist Mückenschutz dort ein echtes Reisethema, weil unter anderem Dengue und je nach Region auch Malaria als Risiko genannt werden, weshalb eine reisemedizinische Beratung vorab sinnvoll ist.

  • Wichtige Informationen wie Sicherheit, Impfungen und Reisewarnungen findest du beim Auswärtigen Amt

Infrastruktur vor Ort, und wie du dich am besten bewegst

An der Küste kommst du relativ gut voran, weil die wichtigsten Orte über Straßen verbunden sind und sich Ausflüge oft als Tagestouren planen lassen. In Cayenne und Umgebung funktioniert vieles mit Taxi, Mietwagen und regionalen Verbindungen, wobei ein Mietwagen für Naturausflüge meist die entspannteste Option ist, weil du damit flexibler bist und nicht ständig auf Fahrpläne achten musst.

Ein großer Fluss mit grünen Inseln schlängelt sich durch dichten Regenwald.
Regenwaldinseln im breiten Fluss aus der Luft – Bildnachweis: Jean-Michel Raggioli – iStock-ID: 2168120045

Für sehr abgelegene Regionen gilt, dass du eher auf Flüsse, kleine Flugverbindungen oder organisierte Touren angewiesen bist, und genau das ist oft ein Teil des Abenteuers. Gerade für Naturgebiete lohnt es sich, nicht zu spontan zu sein, weil Wetter, Wasserstände und Logistik in den Tropen schnell den Takt vorgeben und sich Pläne kurzfristig verschieben können.

Sommer und Winter Unterschied, und warum das hier anders tickt

Französisch-Guayana hat kein klassisches Vier-Jahreszeiten-System, sondern einen Rhythmus aus feuchteren und trockeneren Phasen. Viele Reisende planen gern in der großen trockenen Zeit, weil sich der Alltag unterwegs leichter anfühlt und du weniger um Umwege herum planen musst.

Diese große Trockenzeit wird oft etwa von Mitte Juli bis Ende November beschrieben. In dieser Phase sind Wege und Ausflüge häufig zugänglicher, und du kannst Tagespläne entspannter zusammenstellen, ohne dass dich ständig Schauer ausbremsen.

In den regenreicheren Monaten wirkt die Natur oft noch üppiger, aber manche Touren können anstrengender sein, und Luftfeuchtigkeit und kurze, kräftige Regengüsse bestimmen stärker den Tagesablauf. Wenn du genau das magst und gern flexibel bleibst, kann auch diese Zeit sehr reizvoll sein.

Wenn du Regenwald liebst, ist die grünere Phase für viele ein Highlight, solange du akzeptierst, dass nicht jeder Tag perfekt planbar ist und du dein Tempo dem Wetter anpasst.

Beste Reisezeit, damit Natur und Ausflüge wirklich Spaß machen

Als besonders angenehme Reisezeit wird häufig die trockenere Phase genannt, weil sich dann vieles leichter planen lässt. Trails, Straßen und auch Flüsse sind oft besser nutzbar, und du merkst unterwegs schneller, dass du mehr Zeit im Erleben hast und weniger im Improvisieren.

Viele orientieren sich dabei an Spätsommer bis Herbst, weil der Regen in dieser Zeit meist weniger dominant ist. Das hilft, wenn du Naturtage einbauen willst, bei denen du nicht ständig auf Wolken und Schauer reagieren möchtest.

Wenn du dich vor allem für Kultur und Stadt interessierst, kannst du auch außerhalb dieser Monate gut reisen, weil Cayenne und die Orte an der Küste ganzjährig funktionieren. Dann steht eher das Stadtgefühl im Fokus, mit Märkten, Alltag und kurzen Ausflügen, die nicht so wetterabhängig sind.

Für Natur und Bootstouren ist es aber meist entspannter, wenn du seltener umplanen musst. So bleibt dein Tagesrhythmus ruhiger, und du kannst Touren so legen, dass sie sich nach Genuss anfühlen statt nach Kampf gegen Wetter und Zeit.

Die Top Highlights, die Französisch-Guayana so lohnend machen

Cayenne, wenn du erstmal ankommen und eintauchen willst

Cayenne ist die Hauptstadt und der Ort, an dem du das Lebensgefühl am schnellsten verstehst. Du kommst an und merkst sofort, dass hier vieles gleichzeitig vertraut und neu ist, weil Alltag, Sprache und Rhythmus französisch wirken, die Luft und Farben aber eindeutig tropisch sind.

Ein Segelkatamaran fährt auf ruhigem, türkisfarbenem Wasser vor einer tropischen Insel.
Ein Katamaran vor einer grünen Insel – Bildnachweis: Leonid Andronov – iStock-ID: 2206329834

Du bekommst Märkte, koloniale Ecken, kleine Cafés und eine Stimmung, die sich gut treiben lässt. Gerade morgens oder am späten Nachmittag fühlt sich Cayenne besonders lebendig an, weil dann mehr Leben auf den Straßen ist und die Stadt am leichtesten zu lesen ist.

Plane mindestens einen Tag ein, an dem du einfach läufst, isst und schaust, weil Cayenne am besten funktioniert, wenn du nicht nur Sehenswürdigkeiten abhakst. Du nimmst dann automatisch die kleinen Details mit, die dir später im Kopf bleiben, ein Gespräch am Stand, ein kurzer Kaffee, ein Blick in eine Nebenstraße.

Viele kombinieren Cayenne mit Stränden und Vororten in der Umgebung, weil du so Stadt und Küstenluft zusammenbekommst. Das ist eine schöne Mischung, weil du nach dem Stadtprogramm schnell raus kannst, kurz durchatmest und trotzdem abends wieder zurück bist. Genau so wirkt Cayenne oft am rundesten, weil du den Rhythmus aus Stadt und Küste ganz natürlich mitnimmst.

Cayenne Tipp für den Rhythmus

Starte früh, mach mittags eine Pause, und leg den zweiten Teil des Tages auf den späten Nachmittag, weil die Tropenhitze sonst unnötig Kraft zieht. Genau dann fühlt sich Cayenne oft am schönsten an, weil Licht und Luft weicher werden.

Kourou und der Weltraumbahnhof, der hier wirklich zum Reiseziel wird 🛰️

Kourou ist für viele der Grund, überhaupt nach Französisch-Guayana zu kommen, weil hier Europas Raumfahrtzentrum liegt. Du kannst dort Ausstellungen erleben und je nach Betriebslage auch geführte Besichtigungen machen, die dir zeigen, wie nah Hightech und Tropenlandschaft hier beieinander liegen.

Das Coole ist, dass es nicht nur ein Museum ist, sondern ein Ort, an dem du spürst, dass hier wirklich Arbeit passiert. Genau deshalb können Touren je nach Sicherheitslage angepasst werden, und rund um Starttage kann es zu Einschränkungen kommen.

Wenn du Kourou so einplanst, dass du ein bisschen flexibel bleibst, bekommst du meist ein sehr rundes Erlebnis. Kourou fühlt sich dann nicht wie ein Programmpunkt an, sondern wie ein Blick hinter die Kulissen von etwas, das hier wirklich Teil des Alltags ist.

Kourou Tipp für deine Planung

Wenn du das Space Center unbedingt sehen willst, plane es nicht auf den letzten Reisetag, sondern gib dir einen Puffer, damit Terminfenster und mögliche Einschränkungen dich nicht stressen.

Îles du Salut, die Inseln, die schön sind und gleichzeitig unter die Haut gehen

Vor Kourou liegen die Îles du Salut, darunter Île Royale und Île Saint-Joseph, und sie sind für viele der emotionalste Tagesausflug. Du fährst mit dem Boot hinaus und merkst schnell, wie sich die Stimmung verändert, weil die Inseln gleichzeitig leicht und schwer wirken.

Du läufst durch tropische Natur, siehst Ruinen und Gebäude der früheren Strafkolonie und erlebst diesen Kontrast, der lange im Kopf bleibt. Es fühlt sich besonders intensiv an, weil du an einem Ort bist, der wunderschön aussieht, aber eine Geschichte trägt, die du nicht einfach wegdenken kannst.

Die Überfahrt zur Île Royale wird oft mit ungefähr einer Stunde angegeben, was den Ausflug gut machbar macht. Wenn du nur einen Tag mit Natur und Geschichte einplanen willst, ist das eine der stärksten Kombinationen in der ganzen Region.

Inseln Tipp für den richtigen Moment

Geh mit Respekt rein und nimm dir Zeit, weil die Inseln nicht nur Fotospots sind, sondern auch Orte mit schwerer Vergangenheit.

Marais de Kaw, wenn du Tierwelt aus nächster Nähe erleben willst

Die Sumpf- und Marschlandschaften von Kaw sind ein echtes Naturhighlight, weil du hier per Boot in eine Welt aus Wasserwegen, Vogelstimmen und Sichtungen eintauchst. Du gleitest durch Kanäle und offene Flächen, hörst überall Leben und merkst schnell, dass sich die Natur hier nicht wie Kulisse anfühlt, sondern wie ein eigenes System, das seinen Rhythmus hat.

Zwei kleine Affen sitzen auf einem Ast und reichen sich ein Stück Futter.
Zwei Totenkopfäffchen auf einem Ast – Bildnachweis: miroslav_1 – iStock-ID: 481257264

Viele Touren setzen darauf, dass du mit Guides unterwegs bist, weil die Region groß ist und Beobachtung am besten funktioniert, wenn jemand die Spots und Tageszeiten kennt. Das macht den Tag entspannter, weil du nicht suchst, sondern schaust, und weil dir nebenbei erklärt wird, was du siehst und warum es genau hier passiert.

Wenn du Natur liebst, ist das ein perfekter Kontrast zur Küste, weil sich alles langsamer und wilder anfühlt. Genau diese Ruhe macht Kaw so stark, weil du dich automatisch runterfährst und dich auf Details konzentrierst, statt nur von Punkt zu Punkt zu hetzen. Für viele bleibt dieser Ausflug deshalb als Erlebnis besonders lange hängen.

Kaw Tipp, damit es wirklich gut wird

Plane eine Tour so, dass du nicht nur mittags unterwegs bist, denn je nach Wetter und Tageszeit ist die Aktivität der Tiere sehr unterschiedlich.

Cacao, das Hmong-Dorf mit dem Sonntag, der wie ein eigenes Fest wirkt

Cacao ist ein Ort, der sich wie ein kleiner Kulturtag mitten in der Natur anfühlt. Du bist schnell raus aus dem Küstenalltag und plötzlich in einer Umgebung, die ruhiger wirkt und sich trotzdem lebendig anfühlt, weil hier viel über Essen, Begegnungen und kleine Routinen läuft.

Besonders bekannt ist der Sonntagsmarkt, der Besucher aus der ganzen Region anzieht, und genau dieser Tag macht Cacao für viele zu einem idealen Ausflug. Du schlenderst entspannt, schaust, probierst und merkst, dass der Markt nicht nur zum Einkaufen da ist, sondern auch ein Treffpunkt ist, an dem Stimmung entsteht.

Du probierst Obst, Gemüse und kleine Gerichte und bekommst ein Gefühl dafür, wie vielfältig Bevölkerung und Kultur in Französisch-Guayana sind. Gerade wenn du gern über Geschmack reist, ist das ein Ort, an dem du schnell verstehst, wie viele Einflüsse hier zusammenkommen und wie selbstverständlich sie im Alltag nebeneinander existieren.

Wenn du Märkte liebst, ist das einer dieser Orte, die dich automatisch länger halten als geplant. Und genau dadurch wird Cacao oft zu einem der Ausflüge, die am meisten hängen bleiben, weil du nicht nur schaust, sondern dich für ein paar Stunden wirklich treiben lässt.

Von oben sieht man eine helle Bucht mit kleinen Booten und badenden Menschen.
Strandblick von oben mit Booten im türkisfarbenen Wasser – Bildnachweis: EyeEm Mobile GmbH – iStock-ID: 2168019964

Saint-Laurent-du-Maroni, wenn du Geschichte am Fluss erleben willst

Saint-Laurent-du-Maroni liegt im Westen nahe der Grenze zu Suriname und ist historisch eng mit dem Bagne-System verbunden. Du spürst diese Vergangenheit nicht nur in einzelnen Gebäuden, sondern auch in der Art, wie der Ort erzählt, dass hier über lange Zeit etwas sehr Prägendes passiert ist.

Die Stadt fühlt sich anders an als Cayenne, weil sie stärker vom Fluss und vom Grenzraum lebt. Alles wirkt ein bisschen langsamer, pragmatischer und weniger „Hauptstadt“, und genau das macht den Charakter aus.

Wenn du dich für Geschichte und Gegenwart gleichzeitig interessierst, ist das ein starker Stopp, weil du hier nicht nur Natur siehst, sondern auch das soziale und historische Gefüge besser verstehst. Du bekommst ein Gefühl dafür, wie Menschen in einem Grenzraum leben, wie Austausch funktioniert und wie Vergangenheit im Alltag präsent bleiben kann, ohne dass sie ständig im Vordergrund steht.

Plane dafür mindestens einen vollen Tag ein, und wenn du Zeit hast, gern mehr, weil der Ort wirkt, wenn du nicht hetzt. Gerade hier lohnt es sich, Momente zuzulassen, kurz am Wasser zu stehen, durch die Straßen zu laufen und die Stadt auf dich wirken zu lassen, weil genau daraus am Ende dein echtes Verständnis entsteht.

Guiana Amazonian Park, für alle, die wirklich in den Amazonas wollen

Wenn du von Amazonas sprichst und nicht nur ein bisschen Wald meinst, dann ist der Parc amazonien de Guyane die große Bühne. Der Park gilt als größter Nationalpark Frankreichs und wird oft auch als größter Nationalpark der EU beschrieben, weil er einen riesigen Teil des Territoriums einnimmt und sich vieles dort wirklich nach „weit weg“ anfühlt.

Gleichzeitig ist das nicht der Park, in den du mal eben mit dem Mietwagen fährst, weil du viele Zonen nur über Flüsse oder kleine Flugverbindungen erreichst. Genau das macht ihn so besonders, weil du vor Ort eher das Gefühl bekommst, Gast in echter Wildnis zu sein, statt einfach nur einen Punkt auf der Karte abzuhaken.

Ein kleiner Platz mit Brunnen liegt zwischen Palmen und historischen Häusern im warmen Licht.
Palmenplatz mit Brunnen in der Abendstimmung – Bildnachweis: Leonid Andronov – iStock-ID: 2204646505

Was man in Französisch-Guayana typischerweise isst und warum Essen hier Teil der Kultur ist

Kulinarisch bist du in einer Mischung aus französischer Basis und tropischer Vielfalt. Du findest Baguette, Patisserie und Klassiker, aber daneben viel Fisch, Reisgerichte, würzige Soßen und Marktfood, das stark von den Kulturen der Region geprägt ist.

Gerade in Cayenne und auf Märkten bekommst du das schnell mit, weil Essen dort weniger Restaurantprogramm ist und mehr Alltag. Du siehst, was die Menschen wirklich kaufen, wie sie würzen und was gerade Saison hat, und genau dadurch wirkt alles direkter und echter.

Wenn du offen probierst, wird das ein eigenes Reiseerlebnis, weil du über Geschmack viel über Menschen und Hintergründe lernst. Oft reicht schon ein Nachmittag mit kleinen Snacks und Gesprächen, damit du merkst, wie sehr hier verschiedene Einflüsse zusammenkommen. Und genau diese Vielfalt bleibt am Ende lange im Kopf, weil sie nicht nur auf dem Teller passiert, sondern im ganzen Alltag spürbar ist.

Für wen Französisch-Guayana perfekt ist, und für wen eher nicht

Französisch-Guayana ist ideal für Naturfans, Abenteurer, Menschen mit Interesse an Geschichte und alle, die gern abseits klassischer Routen reisen. Es passt sehr gut, wenn du Tierwelt, Bootstouren und Tropenlandschaft liebst und dabei akzeptierst, dass Wetter Pläne verändern kann und du manchmal flexibel bleiben musst.

Weniger passend ist es, wenn du einen reinen Strandurlaub mit klassischem Badeort-Komfort suchst, oder wenn du nur zwei, drei Tage Zeit hast und möglichst viel in wenig sehen willst. In so kurzer Zeit bist du sonst vor allem unterwegs, statt wirklich anzukommen und die Orte wirken zu lassen.

Ein weißer Leuchtturm steht auf einem felsigen Hügel neben Palmen unter bewölktem Himmel.
Ein weißer Leuchtturm auf dunklem Fels – Bildnachweis: evenfh – iStock-ID: 627340598

Dieses Reiseziel belohnt dich vor allem dann, wenn du ihm Raum gibst. Wenn du langsamer planst, Touren nicht zu eng taktest und dir Zeit für Märkte, Flussmomente und Natur lässt, wird die Reise intensiver und fühlt sich nach echter Entdeckung an. Genau dadurch wird Französisch-Guayana für viele so besonders, weil es nicht nur ein Ziel ist, sondern ein kleines Abenteuer, das dich auch im Kopf noch lange begleitet.

Wichtiger Tipp, damit die Reise entspannt bleibt 🎭

Plane Französisch-Guayana nicht wie eine klassische Städtereise, sondern wie eine Naturreise mit Stadtinseln dazwischen. Wenn du dir pro Tag nur ein Kernziel setzt und den Rest als Puffer lässt, fühlt sich alles leichter an, besonders bei Wetterwechseln und längeren Fahrten.

So bleibst du flexibel, ohne dass du das Gefühl hast, ständig etwas zu verpassen, und du gibst der Region Raum, damit sie wirken kann. Genau dieses langsamere Tempo passt dort besser, weil Wege, Wasserstände und Tropenwetter ihren eigenen Rhythmus haben.

Und nimm Gesundheit und Mückenschutz ernst, weil das hier nicht Nebensache ist, sondern Teil deiner Reisequalität. Wenn du gut vorbereitet bist, kannst du dich vor Ort viel entspannter auf Natur, Märkte und Ausflüge konzentrieren.

Französisch-Guayana ist kein Ziel, das du nur abhaken kannst, sondern ein Ort, der dich durch Kontraste packt

Du spürst Frankreich und Tropen gleichzeitig, und genau dieses Nebeneinander macht den Reiz aus, weil es sich nie ganz einordnen lässt und dadurch spannend bleibt.

Du bekommst Hightech und Wildnis, Küste und Amazonasnähe, und oft liegen diese Welten näher beieinander, als du es erwartest. An einem Tag bist du in einer Stadt mit französischem Alltag, am nächsten Tag sitzt du im Boot und merkst, wie schnell die Natur hier das Tempo übernimmt.

Farbige Sonnensegel hängen über einer geraden Straße mit vielen Palmen.
Bunte Schattentücher über einer Palmenallee – Bildnachweis: Leonid Andronov – iStock-ID: 2204646870

Wenn du dich auf diese Mischung einlässt, wird die Reise intensiv und fühlt sich selten an, ohne dass sie automatisch kompliziert sein muss. Mit einer klugen Route, genug Puffer und dem richtigen Mindset ist Französisch-Guayana überraschend gut machbar. Und genau dadurch bleibt am Ende dieses Gefühl, dass du wirklich etwas erlebt hast und nicht nur irgendwo kurz gewesen bist.

Warst du schon mal in Französisch-Guayana? Was hast du alles erlebt und was kannst du den Lesern empfehlen? Wir freuen uns über ein paar Kommentare.