Island Tiere erleben: Die 5 Highlights, wo du sie siehst und was dich erwartet 🐋
Island ist kein Land, in dem du überall „große Safari Tiere“ siehst, und genau das macht es so faszinierend. Die Insel lebt von Vögeln, Meeresriesen und ein paar sehr gut angepassten Landsäugetieren, die mit Wind, Kälte und langen Wintern klarkommen. Viele Begegnungen passieren nicht im Zoo, sondern draußen an Klippen, an Fjorden oder auf dem offenen Meer, und genau deshalb fühlen sie sich so echt an. Du stehst am Rand einer steilen Küste, hörst nur den Wind und die Brandung, und plötzlich zieht ein ganzer Vogelschwarm knapp über den Felsen entlang, oder draußen taucht kurz ein dunkler Rücken auf und verschwindet wieder in den Wellen.

Island hat nur wenige hunderttausend Einwohner, und dadurch wirkt vieles weit, still und fast unberührt, auch wenn die beliebtesten Spots im Sommer gut besucht sind. Dieses Spannungsfeld gehört dazu. An einem Tag bist du an den bekannten Wasserfällen und Aussichtspunkten, am nächsten Tag fährst du ein Stück weiter und hast das Gefühl, du bist allein mit der Landschaft. Genau diese Weite macht Tierbeobachtung dort so besonders, weil die Natur nicht wie eine Kulisse wirkt, sondern wie etwas, das einfach da ist und in dem du dich respektvoll bewegst.
Wenn du Tiere in Island erleben willst, lohnt sich Planung nach Saison, weil Papageitaucher, Wale und sogar Licht und Wetter nicht das ganze Jahr gleich sind. Papageitaucher sind typischerweise in den wärmeren Monaten da, grob vom späten Frühling bis in den Sommer hinein. Dann hast du an Klippen und auf Inseln die besten Chancen, sie aus nächster Nähe zu sehen, oft beim Anflug mit kleinen Fischen im Schnabel oder beim Sitzen in den Brutbereichen. Wale werden ebenfalls am häufigsten in den Monaten gesehen, in denen das Meer insgesamt „lebendiger“ wirkt und mehr Nahrung unterwegs ist, was oft vom Frühjahr bis in den Spätsommer reicht. Du kannst auch außerhalb dieser Zeit Glück haben, aber die Wahrscheinlichkeit ist in diesen Phasen meist höher.
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Dazu kommt, dass die Natur in Island wirklich empfindlich ist. Das merkst du spätestens an den Moosflächen, die aussehen wie weiche Teppiche, aber extrem langsam nachwachsen. Ein Schritt abseits des Weges kann sichtbare Spuren hinterlassen, die lange bleiben. Genau deshalb ist Tierbeobachtung in Island fast immer verbunden mit Respekt, Abstand und klaren Regeln. Bleib auf markierten Pfaden, halte an Klippen ausreichend Abstand zur Kante, und nähere dich Tieren nie so, dass sie ihr Verhalten ändern. Wenn ein Vogel auffliegt oder ein Tier sichtbar ausweicht, warst du meist schon zu nah.

Und wenn du dich daran hältst, bekommst du Begegnungen, die sich nicht „gemacht“ anfühlen, sondern wie ein echtes Stück Nordatlantik. Es ist diese Mischung aus Ruhe und Überraschung, die Island so stark macht. Lange passiert scheinbar nichts, und dann ist da plötzlich Bewegung, ein Ruf in der Luft, ein Schatten im Wasser, ein kurzer Moment, der hängen bleibt. Genau dafür lohnt sich Island.
Warum Islands Tierwelt so besonders ist
Island liegt im Nordatlantik, und das prägt wirklich alles. Du spürst es im Wind, im Licht und in der Art, wie Natur dort funktioniert. Die Insel ist weit draußen im Meer, und genau diese Isolation hat dazu geführt, dass die Artenvielfalt an Landsäugetieren vergleichsweise klein ist. Viele Tiere, die du heute siehst, sind entweder sehr spezielle Anpassungskünstler oder sie sind erst durch den Menschen auf die Insel gekommen. Das wirkt im ersten Moment vielleicht „weniger spektakulär“, ist aber genau das, was Island so interessant macht. Du siehst nicht tausend verschiedene Landtiere, sondern ein paar wenige, die perfekt mit Kälte, Wetterumschwüngen und langen Wintern klarkommen.
Gleichzeitig ist die Vogelwelt in Island eine ganz andere Liga. Klippen, Inseln und kilometerlange Küsten bieten Brutplätze, die wie gemacht sind für Seevögel. Du hast steile Felswände, in denen Vögel geschützt nisten, und offene Küstenbereiche, in denen sie Nahrung finden und sich sammeln können. Und das fühlt sich nicht nach „ein paar Vögeln am Himmel“ an, sondern nach echter Präsenz. Du hörst Rufe, du siehst Bewegungen an den Felsen, du merkst, dass dort ein ganzer Rhythmus aus Anflug, Füttern, Starten und Kreisen abläuft. Gerade im Sommer kann das an manchen Orten so dicht wirken, dass du automatisch langsamer wirst und einfach nur schaust.

Im Meer wird es dann richtig spektakulär. Der Nordatlantik ist rau, aber er ist auch voller Leben, weil kalte Gewässer und Nahrungsströme viele Arten anziehen. Dort draußen geht es um Nahrungsketten, die oft nah an der Küste beginnen und sich in Fjorden, Buchten und entlang von Kanten bündeln können. Genau deshalb kannst du in Island Tiere sehen, die du an Land nie erwarten würdest. Delfine, Schweinswale, verschiedene Walarten, und manchmal auch große Begegnungen, bei denen du nur kurz eine Fluke siehst und sofort weißt, dass da etwas Mächtiges unter dir unterwegs ist.
Diese Mischung macht Island so besonders, weil du Natur nicht nur „anschaust“, sondern in ihr stehst. An einem Tag bist du am Strand oder auf einem Felsen und beobachtest Robben, wie sie ruhig liegen und plötzlich ins Wasser gleiten. Am nächsten Tag stehst du in einem Fjord, schaust hinaus, und ein Buckelwal taucht auf, als wäre das das Normalste der Welt. Genau diese Wechsel zwischen stillen Küstenmomenten und großen Meeresbegegnungen sind in Island typisch. Und weil das Wetter sich schnell ändern kann, fühlt sich jeder Tag anders an, selbst wenn du nur wenige Kilometer weiterfährst.
Wenn du willst, kann ich dir als nächsten Abschnitt eine kurze Übersicht schreiben, welche Tierbegegnungen eher „vom Land aus“ funktionieren und wofür du besser eine Bootstour einplanst.
Welche Tiere es in Island grundsätzlich gibt
Du kannst Islands Tierwelt am besten in vier Gruppen denken, weil du dann sofort verstehst, warum Island so anders wirkt als viele andere Reiseziele. Es ist kein Land, in dem du überall große Landtiere suchst. Es ist ein Land, in dem du hinschaust, hinhörst und die Natur in Schichten erlebst. Und genau diese klare Einteilung hilft dir bei der Planung, weil jede Gruppe ihre eigenen Orte, Jahreszeiten und „so erlebst du sie am besten“-Regeln hat.
Die erste Gruppe sind Seevögel und Küstenvögel. Das ist für viele das auffälligste Kapitel, weil du sie oft schon ohne großen Aufwand siehst. Islands Klippen sind an vielen Stellen echte Vogelstädte. Dort brüten Koloniearten dicht an dicht, weil der Fels Schutz bietet und das Meer direkt davor Nahrung liefert. Du stehst oben auf einer Klippe oder gehst an einem Strand entlang und merkst, dass hier ein ganzer Lebensraum pulsiert. Besonders schön ist, dass Vogelbeobachtung in Island häufig auch ohne Fernglas funktioniert. Du siehst die Anflüge, du hörst die Rufe, und du erkennst schnell die Unterschiede zwischen ruhigen Gleitern und hektischen Fliegern. Wichtig ist nur, dass du an Klippen immer Abstand hältst und nicht zu nah an Brutbereiche gehst, weil du sonst die Tiere störst und auch dich selbst in Gefahr bringst.
Die zweite Gruppe sind Meeressäuger. Dazu gehören Wale, Delfine und Robben. Das ist oft der Moment, in dem Island richtig groß wird, weil das Meer plötzlich „bewohnt“ wirkt. Wale und Delfine siehst du am zuverlässigsten über Touren, weil Boote die richtigen Bereiche ansteuern und du schneller dort bist, wo die Chancen gut sind. Trotzdem gibt es auch Küstenabschnitte, an denen du mit etwas Glück vom Land aus Bewegung im Wasser erkennst. Robben sind dafür ein gutes Beispiel, weil sie an bestimmten Stränden und Felsen gern ruhen. Wenn du ruhig bleibst, Abstand hältst und nicht direkt auf sie zugehst, kannst du sie manchmal erstaunlich lange beobachten. Hier gilt als Faustregel. Je weniger du machst, desto mehr passiert von allein. Geduld ist deine beste Ausrüstung.

Die dritte Gruppe sind die wenigen Landsäuger. Island ist hier bewusst „klein“ in der Vielfalt, und genau deshalb fallen einzelne Arten stärker auf. Einige wurden eingeführt, wie Rentiere oder Nerze, und andere sind einfach sehr gut an die Bedingungen angepasst. Du wirst nicht jeden Tag etwas sehen, aber wenn du etwas siehst, fühlt es sich oft besonders an, weil es nicht selbstverständlich ist. Diese Begegnungen sind meistens nicht planbar wie ein Programmpunkt, sondern eher ein Bonus. Wenn du sie wahrscheinlicher machen willst, hilft es, ruhige Strecken zu fahren, früh oder später am Tag unterwegs zu sein und nicht nur an den großen Hotspots zu bleiben. Je stiller die Umgebung, desto eher kannst du ein Tier entdecken, bevor es dich bemerkt.
Die vierte Gruppe sind Tiere rund um Flüsse und Seen. Für viele Reisende spielt das indirekt eine Rolle, weil man diese Welt eher über Landschaft, Wasserqualität und lokale Küche wahrnimmt als über aktives „Tiere anschauen“. Für Angler sind Fische natürlich ein eigenes Thema, weil sie gezielt zu bestimmten Flüssen und Seen fahren und stark nach Saison planen. Als normaler Reisender bemerkst du das oft anders. Du siehst klare Flüsse, du stehst an einem See, du spürst, wie stark Wasser Islands Landschaft formt, und vielleicht probierst du unterwegs ein Fischgericht, das genau aus dieser Umgebung kommt. Diese Gruppe ist leiser, aber sie gehört dazu, weil sie zeigt, dass Island nicht nur aus Küste besteht, sondern auch im Inland über Wasser lebendig ist.
Wenn du willst, kann ich dir daraus als nächsten Schritt eine kurze „Wo erlebst du was“-Übersicht machen. Mit ein paar typischen Regionen, ohne zu technisch zu werden, damit du für deine Reise direkt weißt, worauf du den Fokus legen solltest.
Top 5 Tiere in Island und wo du sie findest 🐧
Papageitaucher
Papageitaucher sind das Tier, das viele sofort mit Island verbinden, weil sie gleichzeitig niedlich und wild wirken. Sie haben dieses fast comichafte Gesicht, aber sie leben an Orten, die richtig rau sein können. Genau dieser Kontrast macht sie so ikonisch. Du schaust sie an und musst lächeln, und gleichzeitig stehst du oft in starkem Wind an einer Klippe und merkst, wie ernst die Natur dort ist.
Du siehst Papageitaucher vor allem an steilen Küsten, auf Inseln und an Brutklippen. Dort brüten sie in Erdhöhlen oder zwischen Graspolstern, oft ganz nah an der Kante, aber trotzdem so, dass sie geschützt sind. Am schönsten ist es, wenn du nicht nur „ein Foto“ willst, sondern ein bisschen Zeit mitbringst. Dann beobachtest du, wie sie anfliegen, kurz stehen bleiben, sich orientieren, und dann plötzlich mit flatternden Flügeln wieder verschwinden. Abends wirken viele Kolonien oft besonders aktiv, weil das Licht weicher ist und die Bewegung an der Klippe irgendwie dichter wird. Du musst dafür nicht hektisch herumrennen. Ein guter Aussichtspunkt, ruhiges Stehen und Geduld reichen meistens aus.

Klassische Orte sind die Westmännerinseln, die Klippen von Látrabjarg in den Westfjorden und Grímsey nördlich des Festlands. Je nach Route findest du auch gut erreichbare Küstenpunkte im Süden und Osten, bei denen du ohne großen Umweg Chancen hast. Wichtig ist dabei weniger der „perfekte Geheimtipp“ als die Frage, ob gerade Saison ist und ob du zur richtigen Tageszeit am richtigen Platz bist. Manche Spots sind sehr bekannt und können voll sein. Wenn du etwas Ruhe willst, geh früh hin oder bleib länger, bis viele wieder weg sind. Oft wird es genau dann magisch, wenn es leiser wird und du nicht mehr das Gefühl hast, du stehst in einer Schlange.
Die Saison ist klar begrenzt, und viele nennen grob Mai bis Ende August als Hauptzeit. Davor und danach kannst du Glück haben, aber die Wahrscheinlichkeit sinkt deutlich, weil die Vögel nicht das ganze Jahr an den Brutplätzen sind. Für deine Planung heißt das ganz simpel. Wenn Papageitaucher ein Muss sind, leg die Reise in diese Monate und baue mindestens zwei bis drei Gelegenheiten ein. So bist du nicht von einem einzigen Tag mit schlechtem Wetter abhängig, denn Wind, Nebel oder Regen können dir an Klippen schnell die Sicht nehmen oder es einfach ungemütlich machen.

Ein schönes Detail ist, wie lokal und bodenständig die Beziehung zu den Vögeln sein kann. Auf den Westmännerinseln gibt es zum Beispiel eine Tradition, junge Papageitaucher zu retten, die nachts vom Licht in die falsche Richtung gelockt werden und dann in der Stadt landen. Das ist nicht nur eine süße Geschichte, sondern zeigt, wie eng Inselalltag und Natur dort zusammenhängen. Du merkst daran, dass Papageitaucher in Island nicht nur ein Fotomotiv sind, sondern ein Teil des Sommers, über den man spricht, den man schützt und den man respektiert.
Wenn du willst, kann ich dir als nächsten Absatz noch kurz schreiben, wie du Papageitaucher am besten beobachtest, ohne sie zu stressen. Mit ein paar einfachen Regeln, die wirklich helfen.
Wale
Wale sind in Island nicht nur ein „Tour Highlight“, sondern ein echtes Naturerlebnis, weil du sie oft in Landschaften siehst, die allein schon überwältigend wirken. Du schaust nicht auf ein blaues Meer wie im Katalog, sondern auf Fjorde, Berge, dunkle Küstenlinien und wechselndes Licht, das innerhalb von Minuten komplett anders aussehen kann. Wenn dann ein Wal auftaucht, wirkt es nicht wie ein Event, sondern wie ein Moment, in den du zufällig hineingerätst. Genau das macht Whale Watching in Island so stark. Es fühlt sich nicht geplant an, obwohl es natürlich organisiert ist.

Sehr bekannte Ausgangsorte sind Reykjavík, Húsavík und Akureyri. Dort starten regelmäßig Touren, und du bekommst meist viele Optionen, von kurzen Fahrten bis zu längeren Ausfahrten. Reykjavík ist praktisch, wenn du die Reise im Süden hältst und spontan einen Slot im Plan findest. Húsavík gilt für viele als Klassiker, weil dort im Sommer oft viel los ist und die Stadt stark auf Walbeobachtung eingestellt ist. Akureyri ist spannend, wenn du ohnehin im Norden unterwegs bist und Whale Watching als Teil einer Fjordroute einbauen willst. Wichtig ist nicht nur der Ort, sondern auch die Tagesform des Meeres. Manchmal sind die Chancen gut, aber die Bedingungen rau. Manchmal ist es ruhig, aber es passiert weniger. Beides gehört dazu.
In den Gewässern rund um Island werden häufig Zwergwale und Buckelwale genannt. Die Begegnungen können sehr unterschiedlich sein. Zwergwale wirken oft schneller und tauchen kürzer auf. Buckelwale können dafür diese „Wow“-Momente liefern, wenn sie länger in der Gegend bleiben und du sie beim Abtauchen mit der Fluke siehst. Je nach Region und Jahreszeit können auch Orcas oder andere Arten auftauchen. Das ist aber nie garantiert, und genau diese Unsicherheit ist auch Teil der Magie. Du bist nicht im Freizeitpark. Du bist draußen in echtem Meer, und die Natur entscheidet, was sie dir zeigt.

Am schönsten wird Whale Watching, wenn du es nicht als Pflichtprogramm siehst, sondern als ruhigen Block im Reiseplan. Plane es so, dass du nicht direkt danach hetzen musst. Zieh dich warm an, nimm eine Mütze und etwas gegen Wind mit, und erlaube dir, einfach zu sitzen und zu schauen. Viele der besten Augenblicke passieren nicht im ersten Moment, sondern nach einer Weile, wenn du dich auf das Schaukeln eingestellt hast und der Blick ruhiger wird. Und dann passiert es. Eine Fontäne in der Ferne. Ein Rücken, der sich langsam hebt. Vielleicht eine Fluke beim Abtauchen. Und plötzlich ist es still an Bord, weil alle merken, dass das gerade kein Foto ist, sondern ein echtes Erlebnis.
Wenn du willst, kann ich dir als nächsten Abschnitt noch ein paar praktische Tipps formulieren, wie du Touren auswählst, die sich ruhig und respektvoll anfühlen. Dazu gehört auch, woran du erkennst, ob ein Anbieter eher auf Masse oder auf gutes Naturgefühl setzt.
Polarfüchse
Der Polarfuchs ist Islands bekanntestes Landsäugetier, und er ist etwas Besonderes, weil er als einziges wirklich einheimisches Landsäugetier gilt. Genau das macht jede Sichtung so spannend. Es ist nicht nur „ein Fuchs“, sondern ein Tier, das zu dieser rauen Insel gehört wie Wind und Küste. Er wirkt klein im Vergleich zur Landschaft, aber genau dadurch fällt er auf, wenn er plötzlich über Steine läuft oder im Gras stehen bleibt und kurz in deine Richtung schaut.
Wenn du ihn wirklich sehen willst, ist die Region entscheidend. In den Westfjorden sind die Chancen oft deutlich besser, und besonders im Naturreservat Hornstrandir hast du die realistischste Möglichkeit, ihn in freier Wildbahn zu erleben. Dort ist der Polarfuchs geschützt, und genau deshalb wirkt er häufig weniger scheu als in Gegenden, in denen er mehr Störungen erlebt. Du darfst dir das trotzdem nicht wie eine Garantie vorstellen. Es bleibt Wildnis. Aber es ist einer der wenigen Orte, an denen du als Besucher das Gefühl hast, du bist in „seinem“ Gebiet und nicht umgekehrt.

Hornstrandir ist allerdings kein „mal kurz aus dem Auto steigen“-Ort. Das Gebiet ist abgelegen, du kommst per Boot hin, und sobald du dort bist, läuft alles langsamer und einfacher. Kein schnelles Café, kein Supermarkt, keine Abkürzung. Du brauchst Lust auf Wandern, auf wechselndes Wetter und auf Tage, die nicht perfekt planbar sind. Genau das ist aber auch der Reiz. Du gehst über Pfade, siehst nichts als Berge, Meer und Wiesen, und irgendwann passiert es. Ein Bewegungspunkt in der Landschaft wird plötzlich zu einem Tier. Und das bleibt hängen, weil es sich nicht wie eine Attraktion anfühlt, sondern wie ein echtes Wildnis-Erlebnis.
Was dabei besonders schön ist. Selbst wenn du den Polarfuchs nicht sofort siehst, fühlt sich Hornstrandir wie „Tierwelt“ an, weil die ganze Umgebung dafür gemacht ist. Du hörst Vögel, siehst Spuren im Boden, merkst, wie windoffen alles ist, und lernst automatisch, geduldiger zu schauen. Wenn du dann tatsächlich einen Polarfuchs entdeckst, wirkt der Moment viel größer, weil du dir ihn nicht „geholt“ hast, sondern weil er dir kurz erlaubt, da zu sein.

Wenn du willst, kann ich dir noch einen kurzen Absatz formulieren, wie du dich in Hornstrandir verhältst, damit du die Chancen erhöhst, ohne die Tiere zu stressen.
Robben
Robben sind in Island oft die Tiere, die man „zufällig“ sieht, und die dann doch den Tag retten, weil sie so entspannt wirken. Du fährst eigentlich nur an der Küste entlang, machst kurz Pause, schaust aufs Wasser, und plötzlich liegt da ein Kopf wie ein kleiner Punkt in den Wellen. Dann taucht er wieder weg, und ein paar Sekunden später ist er näher dran, als hätte er dich längst beobachtet. Genau diese stillen, unaufgeregten Begegnungen passen perfekt zu Island, weil sie nicht wie ein Programmpunkt wirken, sondern wie ein Geschenk.

Sehr bekannte Orte sind Ytri Tunga auf der Snæfellsnes Halbinsel, Teile der Vatnsnes Region und die Gletscherlagune Jökulsárlón. An Ytri Tunga hast du oft gute Chancen, Robben auf Felsen oder am Strand zu sehen, weil sie dort gern rasten. In der Vatnsnes Region gibt es Küstenabschnitte, an denen du ebenfalls mit Glück Tiere entdeckst, besonders wenn du ein bisschen Zeit mitbringst und nicht nur kurz aus dem Auto springst. Und Jökulsárlón ist ein besonderer Fall, weil die Kulisse mit Eis und Wasser so spektakulär ist, dass Robben dort fast wie ein zusätzlicher Bonus wirken. Wenn du dort eine Robbe zwischen den Eisstücken siehst, bleibt das Bild meist lange im Kopf, weil es so nordisch und unreal wirkt.
Bei Robben ist Abstand besonders wichtig, weil sie schnell gestresst reagieren, auch wenn sie ruhig aussehen. Das ist der Punkt, den viele unterschätzen. Eine Robbe, die scheinbar nur daliegt, nimmt dich trotzdem wahr. Wenn du zu nah kommst, flüchtet sie ins Wasser, verliert ihren Ruheplatz und verbraucht unnötig Energie. Außerdem kann eine Robbe, wenn sie sich bedrängt fühlt, auch plötzlich unberechenbar reagieren. Für dich bedeutet das. Beobachten ja, aber ohne Annähern, ohne Umkreisen und ohne den Fluchtweg zum Wasser zu blockieren.
Viele lokale Empfehlungen nennen klare Distanzregeln, und es lohnt sich, das vor Ort ernst zu nehmen. Praktisch kannst du es dir so merken. Bleib so weit weg, dass die Robbe ihr Verhalten nicht ändert. Wenn sie den Kopf hektisch hebt, sich sichtbar aufrichtet oder in Richtung Wasser rutscht, bist du schon zu nah. Dann geh lieber ein paar Schritte zurück, bleib ruhig stehen und lass die Szene wieder entspannen. Oft kommen die Tiere dann sogar wieder zur Ruhe, und du kannst länger schauen, ohne dass du ihnen den Moment kaputt machst.

Ein kleiner Bonus-Tipp ist auch das Timing. Früh am Tag oder später am Abend ist es oft ruhiger, und du hast weniger Trubel an den bekannten Spots. Dann wirken die Begegnungen noch entspannter, weil nicht ständig jemand versucht, näher ranzugehen. Und genau so sind Robben in Island am schönsten. Still, neugierig und ganz bei sich.
Islandpferde
Islandpferde gehören zu Island wie Lava und Wind. Selbst wenn du keine Reittour planst, wirst du sie fast garantiert sehen. Sie stehen auf Weiden direkt an der Straße, laufen in kleinen Gruppen über weite Flächen und wirken dabei gleichzeitig robust und elegant. Oft reicht schon ein kurzer Stopp am Straßenrand, und du hast diesen typischen Islandmoment, weil Landschaft und Tier so perfekt zusammenpassen.
Für Reisende sind sie besonders, weil sie nicht nur hübsch aussehen, sondern auch ein echter Teil der Kultur sind. In Island geht es beim Reiten nicht nur um ein Foto, sondern um ein Fortbewegungsgefühl, das zur Insel passt. Ein kurzer Ausritt kann schon reichen, um zu verstehen, warum so viele das als Highlight beschreiben. Du sitzt ruhig im Sattel, der Wind kommt dir entgegen, und die Umgebung wirkt plötzlich noch größer. Auf mehrtägigen Touren wird das noch intensiver, weil du Strecken schaffst, die du zu Fuß nie so entspannt hinbekommen würdest, und weil du die Landschaft viel unmittelbarer erlebst. Genau das macht den Reiz dieser Kultur aus, die nicht laut ist, aber sehr präsent.

– Bildnachweis: CanY71 – iStock-ID: 1391795979
Spannend ist auch, wie konsequent Island seine Pferde schützt. Es gibt strenge Biosecurity-Regeln, weil die Tiere auf eingeschleppte Krankheitserreger empfindlich reagieren können. Deshalb wird sehr klar darauf geachtet, was ins Land kommt. Ein bekanntes Beispiel ist der Hinweis, dass gebrauchte Reitausrüstung nicht eingeführt werden darf. Das wirkt auf den ersten Blick streng, macht aber Sinn, wenn man versteht, wie schnell Keime über Material übertragen werden können. Für dich als Reisender heißt das vor allem, dass du Reitsachen nicht einfach „wie immer“ einpackst, sondern die Regeln ernst nimmst und im Zweifel lieber vor Ort ausleihst oder neu kaufst. So unterstützt du den Schutz der Tiere und sparst dir gleichzeitig Ärger bei der Einreise.
Wenn du Islandpferde nur anschauen willst, gilt trotzdem die gleiche Grundidee wie bei Wildtieren. Halte Abstand, füttere sie nicht, und bleib ruhig. Viele Pferde sind an Menschen gewöhnt, aber das heißt nicht, dass sie angefasst werden wollen. Auf Bildern wirkt es oft romantisch, in echt ist es für die Tiere besser, wenn sie ihren Raum behalten. Dann bleiben sie entspannt, und du bekommst die schönsten Szenen ganz von allein. Genau dieses ruhige Beobachten macht Islandpferde so besonders.
Wenn du magst, kann ich dir noch einen kurzen Absatz schreiben, wie du die typischen Islandpferd-Momente fotografierst, ohne die Tiere zu stressen.
Wie die Isländer mit Tieren umgehen und warum das oft sehr konsequent ist
Viele Isländer sind an Natur nicht romantisch, sondern praktisch und respektvoll gewöhnt. Natur ist dort kein Deko-Thema, sondern Alltag, Wetter, Sicherheit und Lebensraum zugleich. Tiere gehören dazu wie Straßen, Häfen und Weiden. Und gleichzeitig ist sehr präsent, wie schnell man Lebensräume beschädigt, wenn man sich nicht an einfache Regeln hält. Genau deshalb wirkt der Umgang oft klar und direkt. Nicht belehrend, sondern zweckmäßig.
Das siehst du an ganz einfachen Dingen wie Wegen, Absperrungen und Hinweisschildern an Brutplätzen. Diese Regeln sind nicht da, um dir den Blick zu nehmen. Sie sind da, weil ein Schritt zu viel im falschen Bereich echte Folgen hat. Wer in Island unterwegs ist, merkt schnell, dass manche Flächen sich extrem langsam erholen und dass Tiere sich auf Störungen viel sensibler einstellen, als man von außen denkt. Wenn ein Weg gesperrt ist, hat das meistens einen konkreten Grund. Und wenn du dich daran hältst, schützt du nicht nur die Natur, du schützt auch deine Chance auf schöne Beobachtungen, weil die Tiere eher ruhig bleiben.
Besonders bei Vögeln gilt, dass du Kolonien nicht störst. Seevögel brüten oft dicht an dicht, und das wirkt robust, ist es aber nicht. Schon wenn Menschen zu nah kommen, kann das Verhalten kippen. Tiere fliegen auf, Eltern verlassen kurz das Nest, und genau solche Unterbrechungen können in der Brutzeit problematisch werden. Deshalb ist Abstand nicht nur Höflichkeit, sondern wirklich ein Teil des Schutzes. Du bekommst die besten Momente sowieso, wenn du still bleibst und wartest, statt näher heranzurücken.

Drohnen und Lärm sind in sensiblen Bereichen ein echtes Problem. Eine Drohne wirkt für viele Vögel wie ein Angreifer, auch wenn sie für dich nur ein Gadget ist. Lärm hat einen ähnlichen Effekt, weil er Unruhe auslöst und Tiere in Alarmmodus bringt. Das verändert Brut und Verhalten, manchmal sogar langfristig, wenn ein Gebiet ständig gestört wird. Wenn du also filmst oder fotografierst, ist weniger fast immer mehr. Keine hektischen Bewegungen. Kein Hinterherlaufen. Lieber ein ruhiger Standort, gutes Licht und Geduld. So respektierst du die Tiere und bekommst trotzdem starke Bilder.
Wenn du dir einen Satz merken willst, dann den. In Island ist Respekt die Eintrittskarte zur Tierwelt. Bleib auf Wegen, halte Abstand, mach weniger Krach, und dann passiert oft genau das, was du dir wünschst. Tiere zeigen sich, weil sie sich nicht bedrängt fühlen.
So schützt Island seine Natur, damit Tiere eine Chance haben
Der wichtigste Punkt ist, dass du in Island nicht „querfeldein“ denkst. Offroad-Fahren ist verboten, und auch das Verlassen markierter Wege kann Schäden verursachen, die sehr lange sichtbar bleiben. In diesem Klima verschwinden Spuren im Boden und in der Vegetation oft nicht schnell. Genau deshalb sind Regeln dort nicht „nett gemeint“, sondern wirklich notwendig, damit Landschaft und Lebensräume nicht Stück für Stück kaputtgehen.
Für dich als Reisender heißt das ganz konkret, dass du auf Wegen bleibst, Sperrungen respektierst und bei Tieren lieber einen Schritt zurück gehst als nach vorne. Wenn ein Zaun oder ein Schild da ist, ist das nicht Deko, sondern Schutz. Und wenn du dich daran hältst, siehst du meist sogar mehr, weil Tiere ruhiger bleiben und du länger beobachten kannst. Gerade an Klippen, in Brutgebieten oder an empfindlichen Moosflächen ist das der Unterschied zwischen „kurz gucken“ und einem wirklich guten Naturmoment.
Auch beim Fotografieren hilft diese Haltung. Statt näher ranzugehen, nimm dir Zeit und arbeite mit dem, was da ist. Ein ruhiger Standpunkt, ein bisschen Geduld, und die Szene kommt oft von selbst zu dir. Das gilt besonders bei Vögeln und Robben. Wenn du merkst, dass ein Tier seinen Kopf hebt, unruhig wird oder sich Richtung Fluchtweg bewegt, warst du schon zu nah. Dann geh lieber zwei Schritte zurück und lass die Situation wieder entspannen.

Wenn du mit Anbietern unterwegs bist, lohnt es sich, Touren zu wählen, die sichtbar auf Abstand und ruhiges Verhalten achten. Gute Guides sprechen das von Anfang an an. Sie erklären, warum man nicht drängelt, warum man nicht laut wird, und warum man manchmal lieber wartet, statt „noch näher“ zu wollen. Das fühlt sich nicht nur besser an, es schützt auch die Tiere. Und du sorgst langfristig mit dafür, dass Tierbeobachtung in Island akzeptiert bleibt, weil die Natur nicht zur Bühne gemacht wird, sondern als Lebensraum behandelt wird.
Am Ende ist es simpel. In Island gewinnt nicht der, der am nächsten dran ist, sondern der, der am respektvollsten schaut.
Was du in Island mit Tieren erleben kannst, ohne dass es stressig wird
Whale Watching ist der Klassiker, und am entspanntesten ist es, wenn du dir dafür einen Ort aussuchst, an dem du sowieso übernachtest, zum Beispiel Reykjavík oder in Nordisland. Dann wird es kein Stresspunkt im Plan, sondern ein ruhiger Block, den du einfach einschiebst. Du gehst zum Hafen, ziehst dich warm an, bist ein paar Stunden draußen und hast danach noch genug Zeit, um den Tag ohne Hektik weiterzumachen. Genau so bleibt es ein Naturerlebnis und fühlt sich nicht wie ein Pflichtprogramm an.
Puffin Touren sind im Sommer ein Highlight. Du kannst Papageitaucher oft vom Land aus an Klippen beobachten, wenn du an den richtigen Stellen bist und dir Zeit nimmst. Per Boot wird es spannend, wenn du Kolonien erreichen willst, die nicht direkt anfahrbar sind oder wenn du die Vögel gern vom Wasser aus sehen möchtest. Viele mögen diese Variante, weil du die Küste aus einer anderen Perspektive erlebst und die Chancen steigen können, je nach Gebiet. Wichtig ist nur, dass du auf Abstand achtest und den Moment nicht „jagst“. Je ruhiger du bist, desto besser wird es.
Robbenbeobachtung ist ideal für einen ruhigen Halbtagesausflug, weil du oft keine Tour brauchst, sondern nur Timing und Geduld. Du suchst dir einen Küstenabschnitt, bleibst in angemessener Distanz stehen und schaust einfach. Robben wirken oft entspannt, aber genau deshalb darf man sie nicht unterschätzen. Abstand ist hier die wichtigste Regel. Wenn du sie nicht bedrängst, bleiben sie länger liegen, und du bekommst genau diese stillen Islandmomente, die so hängen bleiben.
Reiten ist perfekt, wenn du Island nicht nur ansehen, sondern fühlen willst, weil du Landschaft in einem anderen Tempo erlebst. Es ist etwas anderes, ob du eine Ebene zu Fuß entlangläufst oder ob du mit einem Islandpferd durch Wind und Weite gehst. Du hörst anders, du riechst anders, und du bist nicht nur Zuschauer, sondern Teil der Szene. Ein kurzer Ausritt reicht oft schon, um zu merken, warum das für viele ein echtes Highlight ist.
Und wenn du echte Wildnis möchtest, ist eine Tour in die Westfjorde Richtung Hornstrandir die Option, bei der sich Naturbeobachtung am ehrlichsten anfühlt. Du musst sie dir ein Stück weit erarbeiten. Du bist weiter weg von allem, du bist stärker vom Wetter abhängig, und du brauchst Lust auf Wandern und einfache Bedingungen. Genau dadurch fühlen sich Begegnungen dort intensiver an, weil sie nicht „serviert“ werden. Du bist zu Gast, und die Natur entscheidet, ob sie dir etwas zeigt. Das ist anstrengender, aber oft auch am eindrucksvollsten.
Wenn du willst, kann ich daraus auch eine kleine Auswahlhilfe machen. „Ich habe nur 3 Tage“ versus „ich habe 7 bis 10 Tage“ und welche Tiererlebnisse dann am besten zusammenpassen.
Beste Reisezeit, wenn du Tiere wirklich sehen willst
Für Papageitaucher ist der Sommer entscheidend, vor allem Mai bis Ende August, weil sie in dieser Zeit zum Brüten an Land sind. Dann hast du die beste Chance, sie an Klippen und auf Inseln zu sehen, oft beim Anflug oder beim kurzen Stehen am Rand ihrer Brutbereiche. Plane dafür am besten mehr als eine Gelegenheit ein. Wetter und Wind können an Klippen schnell umschlagen, und es ist entspannter, wenn du nicht alles an einen einzigen Tag hängst.
Für Wale sind Frühling bis Herbst in vielen Regionen stark. Nordisland ist im Sommer besonders beliebt, weil dann die Bedingungen oft angenehm sind und Touren regelmäßig laufen. Das macht es planbar. Gleichzeitig bleibt es Natur. Manche Tage sind spektakulär, andere ruhiger. Am schönsten ist es, wenn du Whale Watching wie einen ruhigen Block behandelst und nicht zwischen zwei Terminen quetschst. Dann wirkt es nicht wie eine To-do-Liste, sondern wie ein echtes Erlebnis.
Robben kannst du prinzipiell ganzjährig sehen. Es hängt weniger am Monat als an Sicht und Ruhe. An stillen Tagen erkennst du sie auf Felsen oder am Strand viel leichter, weil die Oberfläche ruhig ist und du nicht gegen Gischt und Wellen „anbeobachten“ musst. Wenn du dir Zeit nimmst und Abstand hältst, steigen die Chancen deutlich, weil Robben dann eher liegen bleiben und du länger schauen kannst.
Polarfüchse sind stark ortsabhängig, und Hornstrandir ist eher ein Sommerziel, weil Anreise und Wege dann realistischer sind. Du brauchst Lust auf Wetter, Wandern und ein bisschen Wildnislogik. Genau das macht es aber auch so besonders. Wenn du dort einen Polarfuchs siehst, fühlt es sich selten zufällig an. Es fühlt sich eher an, als hättest du dir diesen Moment mit Geduld, Stille und dem richtigen Ort verdient.
Wenn du willst, kann ich dir daraus noch eine einfache Saison-Planung in zwei Varianten schreiben. Einmal „Sommerfokus mit Papageitauchern“ und einmal „Schulterzeit mit mehr Ruhe und guten Walchancen“.

Anreise nach Island und wie du dich im Land am besten bewegst
Die meisten reisen per Flug nach Keflavík und starten dann in der Hauptstadtregion, weil das der logischste und oft auch bequemste Einstieg ist. Du bist schnell im Land, kannst dich erst einmal sortieren, Proviant kaufen und dich an Wetter und Licht gewöhnen. Gerade wenn du Tiererlebnisse suchst, ist das ein guter Start, weil du nicht sofort in einen straffen Roadtrip-Modus musst, sondern dir einen sanften Anfang bauen kannst. Reykjavík und die Umgebung sind außerdem praktisch, weil du von dort relativ leicht erste Ausflüge an Küste und Fjorde machen kannst, ohne dass du stundenlang fahren musst.
Wenn du Nordisland als Schwerpunkt willst, kannst du zusätzlich mit Inlandsflügen arbeiten, um Fahrzeit zu sparen, oder du planst eine Rundreise über die Ringstraße, wenn du gerne Roadtrip machst. Ein Inlandsflug ist vor allem dann sinnvoll, wenn du wenig Zeit hast und nicht zwei ganze Tage im Auto verbringen möchtest, bevor du überhaupt an die Orte kommst, die du sehen willst. Die Ringstraße ist dagegen perfekt, wenn du die Reise als Erlebnis auf der Straße planst und es dir gefällt, jeden Tag ein Stück weiterzuziehen. Das fühlt sich in Island sehr stimmig an, weil sich Landschaft und Licht ständig ändern und du unterwegs immer wieder spontan anhalten kannst, wenn du einen Küstenabschnitt entdeckst, der nach Robben oder Vögeln aussieht. Damit der Roadtrip entspannt bleibt, lohnt es sich, nicht zu viel in zu wenige Tage zu pressen, weil Wind, Regen oder Straßensperrungen dir sonst schnell den Takt vorgeben.
Wenn du lieber langsam ankommst oder mit eigenem Fahrzeug reisen willst, gibt es auch Fährverbindungen. Bekannt ist die Route mit der Norröna von Dänemark über die Färöer nach Seyðisfjörður im Osten, die saisonal angeboten wird. Diese Variante ist nicht für jeden die erste Wahl, aber sie kann sich richtig gut anfühlen, wenn du das Reisen selbst als Teil des Urlaubs magst. Du kommst dann im Osten an und startest Island aus einer Perspektive, die viele Flugreisende nicht haben. Gleichzeitig solltest du die Saison und die Fahrpläne gut im Blick behalten, weil du bei dieser Anreise weniger spontan bist als mit einem Flug.
Im Land selbst ist ein Mietwagen für viele die flexibelste Lösung, weil Tierorte oft an Küstenabschnitten liegen, die du sonst nur mit Umwegen erreichst. Das gilt besonders für Robbenplätze, Vogelklippen und ruhige Fjorde, wo du manchmal genau dann die beste Chance hast, wenn du früh am Tag oder am Abend dort bist. Mit dem eigenen Wagen kannst du Timing und Licht besser nutzen, und du kannst deine Stopps nach Wetter und Sicht anpassen, statt starr an Buszeiten zu hängen. Gerade für Naturbeobachtung ist diese Freiheit ein großer Vorteil, weil du nicht nur „hinfährst“, sondern auch warten kannst, wenn es sich lohnt.
Wichtig ist dabei, dass du dich an Straßenregeln hältst und nicht improvisierst, weil genau das in Island schnell Natur schädigt und auch richtig teuer werden kann. Offroad ist tabu, und auch das Verlassen markierter Bereiche kann Spuren hinterlassen, die lange sichtbar bleiben. Halte dich deshalb an ausgewiesene Parkplätze, bleib auf Wegen und respektiere Sperrungen, auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt, als könnte man „kurz dort rüber“. Das schützt die Landschaft und erspart dir Stress mit Bußgeldern oder Schäden am Fahrzeug. Wenn du diese Grundregel verinnerlichst, wird die Reise nicht nur sicherer, sondern auch schöner, weil du Island so erlebst, wie es gedacht ist. Weit, ruhig und respektvoll.
Islands Tierwelt ist kein Zoo, sondern ein Geschenk, das du dir mit Geduld, Saisongefühl und Respekt verdienen musst
Wenn du die Top 5 Tiere im Kopf hast, also Papageitaucher, Wale, Polarfüchse, Robben und Islandpferde, kannst du deine Route viel smarter planen. Du setzt dir dann nicht das Ziel, „alles“ zu sehen, sondern du baust deine Tage so, dass die Chancen realistisch bleiben. Papageitaucher brauchen Klippen und Sommersaison. Wale brauchen Zeitfenster und gute Bedingungen auf dem Wasser. Polarfüchse sind stark ortsabhängig und belohnen Geduld. Robben funktionieren oft spontan, wenn du an der richtigen Küste bist und ruhig bleibst. Islandpferde siehst du fast überall, und sie geben deiner Reise dieses typische Islandgefühl, selbst wenn du nur kurz anhältst.

Wenn du so denkst, wird deine Route automatisch entspannter. Du wählst Schwerpunkte statt Stress. Du planst lieber zwei, drei starke Regionen, in denen mehrere Tiererlebnisse möglich sind, statt jeden Tag stundenlang zu fahren, nur um „abzuhaken“. Und du gibst dir Puffer. Das ist in Island wichtig, weil Wind und Wetter nicht nur Kulisse sind, sondern echte Faktoren, die Sicht und Möglichkeiten verändern. Mit Puffer wird aus einem Plan keine Pflicht, sondern ein Rahmen, der sich an die Natur anpasst.
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Gleichzeitig lernst du dadurch fast nebenbei, warum Island so konsequent schützt, was geschützt werden muss. Du siehst, wie empfindlich die Landschaft ist, wie schnell Spuren im Boden bleiben und wie sensibel Brutplätze reagieren. An einer Klippe merkst du, dass ein Schritt zu weit nicht nur gefährlich ist, sondern auch Tiere stört. An einem Strand erkennst du, dass Robben Abstand brauchen, auch wenn sie ruhig wirken. Und beim Gedanken an Polarfüchse in abgelegenen Regionen verstehst du, warum Wildnis nur dann Wildnis bleibt, wenn Menschen sich diszipliniert bewegen.
Das Schöne ist. Respekt macht die Begegnungen oft besser. Wenn du auf Wegen bleibst, Sperrungen akzeptierst und bei Tieren lieber zurück statt vor gehst, bleibt die Szene ruhig. Tiere flüchten weniger. Du kannst länger beobachten. Und genau dann entstehen diese Momente, die sich nicht „gemacht“ anfühlen, sondern wie ein echtes Stück Nordatlantik. Du bist nicht der Mittelpunkt. Du bist Gast. Und Island fühlt sich genau deshalb so besonders an.
Warst du schon mal in Island? Welche Tiere konntest du beobachten? Was hast du alles in Island erlebt? Wir freuen uns über ein paar Reiseberichte und Kommentare