Die wohl 3 schönsten Orte in Monaco und was du dort alles erleben kannst
Monaco wirkt auf der Karte wie ein winziger Punkt, bietet aber auf sehr engem Raum eine erstaunlich dichte Mischung aus Stadtleben, Meer und Fels. Zwischen Frankreich und dem Mittelmeer eingeklemmt, leben hier knapp 39.000 Menschen, dazu kommen täglich viele Tausend Berufspendler aus dem Umland. Der Staat ist nur wenige Kilometer lang, doch durch die steile Hanglage wirkt alles wie übereinandergestapelt, von der Uferstraße bis zu den Häusern hoch über den Felsen.

Du läufst in wenigen Minuten vom Hafen zur Altstadt hinauf oder in die glitzernden Viertel von Monte Carlo und hast trotzdem das Gefühl, in einer eigenen kleinen Welt unterwegs zu sein. Oben auf dem Fürstenfelsen warten enge Gassen, kleine Plätze und der Blick hinüber zum Palast, unten im Hafen liegen Yachten dicht an dicht. Auf einer Reise durch das Fürstentum hast du nie lange Wege, sondern eher viele Entscheidungen, was du auf kurzer Strecke alles sehen möchtest. Du kannst morgens durch Gassen mit Wäscheleinen und kleinen Läden streifen, mittags an der Promenade am Wasser sitzen und abends die Lichter über den Dächern und Yachten beobachten.
Die Infrastruktur ist für die geringe Fläche sehr gut ausgebaut, mit Stadtbussen, öffentlichen Aufzügen und Rolltreppen, die dir viele Höhenmeter abnehmen und Viertel verbinden, die auf der Karte direkt nebeneinander liegen. Dazwischen findest du Parks, Aussichtspunkte und Gärten, in denen du kurz dem Verkehr entkommst und auf Bänken mit Meerblick pausierst. Das berühmte Spielcasino, Designerboutiquen und Grandhotels zeigen offen den oft zitierten Luxus, daneben gibt es aber auch einfache Bäckereien, Supermärkte und kleinere Lokale, in denen viele Menschen aus dem Umland ihre Mittagspause verbringen.

Dazu kommen ein mildes Mittelmeerklima, ein sehr sicheres Umfeld und eine hohe Dichte an Restaurants, Cafés und Bars, in denen du von Pizza und Pasta bis zu Fisch und feiner französisch geprägter Küche fast alles findest. Wenn du ein wenig auf dein Budget achtest, etwa durch Snacks aus der Bäckerei, Mittagstische und Getränke aus dem Supermarkt, lässt sich neben dem berühmten Luxus auch ein Alltag entdecken, der überraschend normal und entspannt wirkt. So wird Monaco nicht nur zum Fotomotiv für einen kurzen Abstecher, sondern zu einem kleinen, eigenen Reiseziel, das du gut zu Fuß in ein oder zwei Tagen erkunden kannst.
Monaco-Ville: Der Fels mit Palast und Altstadt
Monaco-Ville ist das historische Herz des Fürstentums, sitzt auf einem markanten Fels über dem Meer und wirkt mit seinen engen Gassen, Häusern in Pastellfarben und der stillen Altstadt fast wie ein eigenes Dorf über der modernen Stadt. Zwischen Wäscheleinen, alten Laternen und kleinen Kirchen fühlst du dich eher in einem südfranzösischen Ort als mitten in einem der dichtest besiedelten Staaten der Welt. Immer wieder öffnen sich kleine Plätze, von denen aus du tief hinunter auf die Häfen, die Küstenstraße und die dichten Häuserzeilen von Monte Carlo blickst.
Hier oben findest du den Fürstenpalast, die Kathedrale und mehrere Aussichtspunkte, von denen du sowohl in Richtung Frankreich als auch hinaus aufs offene Meer schauen kannst. Besonders eindrucksvoll ist das Ozeanografische Museum, das fast direkt über den Klippen hängt und von außen wie ein Palast am Fels wirkt. Im Inneren erwarten dich Ausstellungen rund um Meeresforschung und Aquarien, während du draußen an den Mauern entlangspazierst und die Höhe über dem Wasser spürst. Das Klima ist das ganze Jahr über mild, im Sommer warm und sonnig, im Winter eher frisch, aber selten wirklich kalt, sodass du fast immer draußen sitzen, auf einer Bank pausieren oder langsam durch die Gassen schlendern kannst.

In Monaco selbst kommst du meist mit dem Regionalzug aus Nizza oder Menton an, alternativ mit Küstenbussen oder dem Flughafenbus vom Airport Nizza. Vom Bahnhof oder den Busstopps sind es nur wenige Minuten zu Fuß oder mit dem Stadtbus bis unter den Felsen, unterwegs kreuzt du Tunnel, enge Straßen und gelegentlich Rennstrecken-Abschnitte der Formel-1-Strecke. Hinauf auf das Plateau geht es über Treppen und Rampen, mehrere öffentliche Aufzüge oder in der Hochsaison auch mit einem kleinen Touristenzug, der im Hafen startet und gemütlich nach oben fährt.
Oben kannst du in Ruhe flanieren, Souvenirläden durchstöbern, in kleinen Bistros einfache Küche, Fisch oder Pasta essen und auf den Palastplatz hinausgehen, um den Wachwechsel zu beobachten. Wenn du Zeit mitbringst, lässt sich der Besuch gut mit einem Abstecher in die Gärten am Südhang verbinden, wo du zwischen Bäumen und Skulpturen immer wieder neue Ausblicke auf die Küste bekommst. Auch eine Bootsfahrt lohnt sich, bei der du Monaco einmal vom Wasser aus siehst und erkennst, wie steil der Fels tatsächlich abfällt und wie kompakt der Stadtstaat bebaut ist.

Preislich ist Monaco-Ville etwas touristischer, gerade rund um den Palast und das Museum, doch wenn du auf Mittagstische, Tagesgerichte und einfache Snacks aus Bäckereien oder kleinen Lokalen achtest, kannst du die Kosten im Rahmen halten. Hunde sind an der Leine in der Regel kein Problem, solange du Rücksicht auf andere Besucher nimmst und Beschilderungen beachtest. Dank der vielen Aufzüge und einiger rampenähnlicher Wege fällt der Besuch auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl oft leichter, als es der steile Fels auf den ersten Blick vermuten lässt, und du kannst dir deine Route so legen, dass du die meisten Treppen umgehst.
Monte-Carlo: Casino, Shopping und Stadtleben
Monte-Carlo ist der wohl berühmteste Stadtteil des Fürstentums und wirkt wie eine große Bühne, auf der Casino, Luxushotels und glänzende Fassaden das Bild bestimmen. Rund um den Place du Casino stehen elegante Belle-Époque-Gebäude, Designerläden und Straßencafés, in denen du bei einem Kaffee sitzen und beobachten kannst, wie Menschen, teure Autos und das Stadtleben langsam an dir vorbeiziehen. Abends werden die Fassaden beleuchtet, vor dem Casino rollen Limousinen vor und auf den Terrassen vermischt sich gedämpfter Trubel mit Meerluft.

Gleichzeitig ist Monte-Carlo dichter und lebendiger als der Fels von Monaco-Ville. Zwischen den großen Häusern liegen Wohngebäude, kleinere Läden, Bäckereien und ruhige Seitenstraßen, in denen du merkst, dass neben dem Glamour auch ganz normaler Alltag stattfindet. In Supermärkten, einfachen Bistros und kleinen Bars triffst du viele Menschen, die hier arbeiten oder leben und den Stadtteil wie ein normales Viertel nutzen.
Vom Bahnhof aus erreichst du Monte-Carlo über Rolltreppen, Tunnel und Aufzüge in wenigen Minuten, oft mit kurzen Blicken auf Meer und Dächer. Alternativ bringen dich mehrere Buslinien bis in die Nähe des Casinos oder auf den Boulevard des Moulins, an dem sich Geschäfte und Cafés aneinanderreihen. Am berühmten Casino kannst du tagsüber die Fassade und die Gärten bewundern, durch die Hallen gehen, wenn sie geöffnet sind, oder auf den Stufen sitzen und den Vorplatz beobachten, selbst wenn du gar nicht spielen möchtest.

In den umliegenden Straßen wird viel flaniert. Du findest Bars, Restaurants mit internationaler und mediterraner Küche, kleinere Bistros und Konditoreien, in denen du auch mit etwas geringerem Budget essen kannst, wenn du bewusst wählst. Spazierwege führen dich auf Abschnitten der Grand-Prix-Strecke vorbei an bekannten Kurven und Tunneln oder hinunter Richtung Hafen, wo du zwischen Yachten, Promenade und kleinen Plätzen weiterlaufen kannst. Nachts ist die Gegend gut beleuchtet und stark frequentiert, trotzdem lohnt es sich wie überall, Wertsachen nah am Körper zu tragen und dich eher auf belebten Wegen zu bewegen, damit du den Glanz und das Stadtleben entspannt genießen kannst.
Larvotto und die Küstenpromenade: Baden, Spazieren, Meerblick
Östlich von Monte-Carlo liegt der Stadtteil Larvotto mit dem wichtigsten Stadtstrand Monacos, einer langen Küstenpromenade und modernen Quartieren direkt am Mittelmeer. Die gesamte Uferzone wurde in den letzten Jahren umfassend erneuert und wirkt heute sehr aufgeräumt und klar strukturiert, mit viel Glas, Holz und heller Steinarchitektur. Zwischen Hochhäusern, Felswänden und Meer entsteht ein Kontrast, der sehr urban wirkt und trotzdem genug Platz zum Spazieren, Sitzen und Baden lässt.

Die Promenade bietet breite Wege, viele Sitzbänke, Restaurants und Eisdielen, dazu einen geschützten Strandabschnitt mit flachem Wasser, an dem Einheimische und Gäste baden, spazieren gehen oder joggen. Von Monte-Carlo kommst du in wenigen Minuten zu Fuß oder mit dem Bus hinüber, unterwegs öffnet sich immer wieder der Blick auf die Bucht und die vorgelagerten Pontons. Das Strandgebiet ist zum Teil öffentlich und zum Teil von Beachclubs bewirtschaftet, in denen du Liegen, Sonnenschirme und Service bekommst, während auf den freien Bereichen viele einfach ein Handtuch auf den Sand oder die Plattform legen.
Im Sommer ist das Wasser angenehm warm und die Atmosphäre lebhaft, im Frühjahr und Herbst ist es oft ruhiger, aber sonnig genug, um in der Strandbar zu sitzen, ein Buch zu lesen oder ein Stand up Paddle Board auszuprobieren. Entlang der Promenade findest du Strandbars, Fischrestaurants und einfache Lokale, in denen du mittags Salate, Burger, Pasta oder Meeresfrüchte bestellst oder dir abends einen Sundowner mit Blick auf das glitzernde Wasser gönnst. Für dein Budget hilft es, Supermärkte und Bäckereien in der Umgebung zu nutzen oder tagsüber die Mittagsmenüs der Lokale zu wählen, da die Preise direkt am Wasser meist höher sind.

Hunde sind auf manchen Strandabschnitten nicht erlaubt, an der Promenade und in ausgewiesenen Bereichen jedoch willkommen, solange du Rücksicht auf andere Gäste und die Beschilderung nimmst. Larvotto gilt außerdem als einer der am besten organisierten Bereiche für Gäste mit eingeschränkter Mobilität, da es flache Zugänge, Stege und Hilfsangebote im Strandbereich gibt, sodass viele Menschen unkompliziert ans Wasser und auf die Promenade kommen. So eignet sich der Stadtteil nicht nur für einen kurzen Badestopp, sondern auch für längere Spaziergänge, sportliche Runden oder einen entspannten Tag am Meer.
Monaco wartet auf dich und hat viel zu bieten
Monaco wirkt winzig, doch mit Monaco-Ville, Monte-Carlo und Larvotto erlebst du drei sehr unterschiedliche Gesichter eines Staates, in dem Palastfelsen, Stadtbühne und Strandpromenade nur wenige Minuten voneinander entfernt liegen. Auf kurzer Strecke wechselst du von der ruhigen Altstadt mit Blick auf den Hafen in die glitzernde Welt rund um das Casino und stehst kurz darauf schon am Strand oder auf der Promenade direkt am Wasser. So fühlt sich Monaco oft größer an, als es auf der Landkarte wirkt, weil du in kurzer Zeit sehr verschiedene Stimmungen mitnehmen kannst.

Du kannst das Fürstentum bequem als Tagesausflug von Nizza oder Menton aus besuchen und dir einen ersten Eindruck von Aussichtspunkten, Museen, Gärten, Stränden und Restaurants verschaffen. Wenn du ein bis zwei Nächte bleibst, entdeckst du vieles deutlich entspannter, kannst morgens in Ruhe über den Fels schlendern, nachmittags am Wasser sitzen und abends Monte-Carlo im Lichterglanz erleben. Reisezeitlich bieten sich Frühling und Herbst an, wenn das Wetter meist freundlich ist, die Temperaturen angenehm sind und die Menschenmenge etwas kleiner bleibt. Im Sommer locken zusätzlich Badewetter, Events, Konzerte und ein lebendiges Nachtleben, dafür wird es voller und oft auch teurer.
Die Sicherheit ist im Fürstentum hoch, Wege und Plätze sind gut überwacht, und du siehst häufig Polizei und Sicherheitskräfte im Stadtbild. Trotzdem lohnt sich ein wachsamer Blick auf Handtasche, Rucksack und Kamera, besonders an beliebten Aussichtspunkten oder in der Nähe von Veranstaltungen, damit du dich ganz auf die Eindrücke konzentrieren kannst. Die Kosten für Unterkunft und Restaurantbesuche liegen in der Regel deutlich über dem Niveau vieler Nachbarorte, doch mit einem Tagesausflug, günstigen Mittagstischen, Snacks aus Bäckereien und Übernachtungen in Nizza, Menton oder anderen Küstenorten kannst du dein Budget gut steuern.

Wer mit Haustier reist, sollte vorab prüfen, welche Hotels, Ferienwohnungen und Lokale Hunde akzeptieren und an welchen Strandabschnitten sie erlaubt sind, damit es vor Ort keine Überraschungen gibt. Für viele Reisende mit besonderen Bedürfnissen bietet die Kombination aus Aufzügen, Bussen, Rolltreppen und gut ausgebauten Wegen eine ordentliche Barrierefreiheit, auch wenn vor allem in der historischen Bausubstanz immer wieder Stufen, enge Durchgänge und Steigungen bleiben. Am Ende bleibt oft das Gefühl, in kurzer Zeit eine sehr kompakte, aber überraschend vielseitige kleine Welt entdeckt zu haben, in der Meer, Stadt und Fels dicht beieinanderliegen.
Warst du schon einmal in Monaco oder in einem der genannten Orte und was hast du dort alles erlebt? Teile deine Eindrücke und Tipps gern mit uns, wir freuen uns jederzeit über ein paar Kommentare.