Nordlichter: Die besten Orte und wie du sie wirklich erwischst

Kräftige Polarlichtbänder stehen über schneebedeckten Bergen und einem dunklen See.

Nordlichter: Wie sie entstehen, wann du die besten Chancen hast und welche 5 Orte sich aus Deutschland am besten lohnen

Nordlichter sind eines dieser Naturphänomene, die man erst wirklich versteht, wenn man einmal draußen steht, die Kälte im Gesicht spürt und merkt, wie der Himmel sich ganz langsam verändert. Es wirkt nicht wie ein Feuerwerk, das plötzlich losgeht, sondern eher wie ein stilles Aufziehen aus Licht, Bewegung und feinen Farben, das sich Minute für Minute neu ordnet.

Grünes Polarlicht leuchtet über einem vereisten Wasserfall und einem markanten Berg.
Nordlichter über Wasserfall und Berg – Bildnachweis: Piotr Krzeslak – iStock-ID: 2212194777

Erst ist da oft nur ein blasser Schimmer am Horizont, dann werden daraus Bögen, Schleier oder wogende Bänder, die aussehen, als würde jemand mit einem riesigen Pinsel über den Nachthimmel streichen. Genau dieses langsame Entstehen macht es so besonders, weil du nicht nur „etwas siehst“, sondern richtig dabei bist, wie es sich entwickelt.

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Wenn du weißt, wo du suchen musst, wird aus „vielleicht“ ziemlich oft „da sind sie“. Ein dunkler Ort ohne Straßenlaternen hilft mehr als jede Kameraeinstellung, und ein klarer Himmel ist meistens wichtiger als perfekte Temperaturen. Dazu kommt Timing, denn Nordlichter haben ihre stärksten Momente oft in Wellen, mal ganz ruhig, mal plötzlich deutlich intensiver. Wer sich ein bisschen vorbereitet, Geduld mitbringt und den Blick öfter nach oben richtet als aufs Handy, erhöht die Chancen enorm. Und dann passiert dieser Moment, in dem du merkst, dass der Himmel „lebt“, und du stehst einfach nur da, staunst und willst, dass es noch ein bisschen länger bleibt.

Ein intensives grünes Polarlicht breitet sich wie Strahlen über schneebedeckten Bergen und einem Fjord aus.
Nordlichter fächern sich über einem Fjord auf – Bildnachweis: MuYeeTing – iStock-ID: 614127332

Am Ende ist es genau das, was Nordlichter so magisch macht: Sie fühlen sich gleichzeitig echt, unfassbar, still, gewaltig und nah an.

Was Nordlichter eigentlich sind

Nordlichter sind Leuchterscheinungen in der oberen Atmosphäre. Du siehst sie besonders häufig in hohen Breiten, also in Regionen nahe am Polarkreis. Am Himmel wirken sie wie Lichtbögen, wie breite Vorhänge oder wie flackernde Schleier, die sich langsam verschieben und manchmal plötzlich lebendiger werden. Meistens leuchten sie grün. Manchmal tauchen auch rote oder violette Töne auf, oft eher am Rand oder in intensiveren Phasen.

Das Faszinierende ist, dass dieses Schauspiel weit über dem normalen Wetter stattfindet. Wolken, Regen und Wind spielen sich deutlich tiefer ab. Nordlichter entstehen viel höher, in einem Bereich, in dem Flugzeuge nicht mehr unterwegs sind. Deshalb kann es unten kalt, klar und still sein, während oben im Himmel Lichtformen tanzen, als hätte jemand eine unsichtbare Hand an den Farben und an der Bewegung.

Wenn der Himmel klar ist, erkennst du oft zuerst einen sanften Schimmer. Danach formen sich daraus Bögen oder breite Lichtvorhänge, die sich wie Wellen bewegen. Je nach Stärke wirken sie ruhig und weich oder deutlich flackernd. Und genau diese Mischung aus Ruhe und Dynamik macht sie so eindrucksvoll.

Zwei Personen sitzen auf einem gefrorenen See neben einem Zelt, während schwaches Polarlicht am Himmel schimmert.
Nordlichter über einem Zelt auf dem Eis – Bildnachweis: Paolo Graziosi – iStock-ID: 1496111239

Wie Nordlichter entstehen, ganz verständlich

Die Sonne schleudert ständig geladene Teilchen ins All. Das nennt man Sonnenwind. Wenn dieser Teilchenstrom auf das Magnetfeld der Erde trifft, wirkt das Magnetfeld wie ein Schutzschild und zugleich wie eine Art Leitsystem. Viele Teilchen werden dabei in Richtung der Polarregionen gelenkt. Genau dort, hoch oben in der Atmosphäre, passiert dann das eigentliche „Lichtmachen“.

In der oberen Atmosphäre stoßen die Teilchen auf Atome und Moleküle, vor allem auf Sauerstoff und Stickstoff. Bei diesen Zusammenstößen wird Energie frei. Diese Energie zeigt sich für uns als Licht am Himmel. Die Farben hängen davon ab, welches Gas beteiligt ist und in welcher Höhe das Ganze passiert. Grün kommt sehr oft von Sauerstoff. Rot kann ebenfalls von Sauerstoff kommen, tritt aber meist seltener und oft höher auf. Violette oder bläuliche Töne hängen häufig mit Stickstoff zusammen und wirken manchmal wie feine Kanten oder schnelle, flackernde Akzente.

Wichtig ist dabei, dass du zwei Dinge gleichzeitig brauchst. Erstens genug Aktivität von der Sonne, damit überhaupt genügend Teilchen ankommen und das Magnetfeld „gefüttert“ wird. Zweitens einen Ort mit möglichst dunklem, klarem Himmel, damit du die Erscheinung auch wirklich sehen kannst. Selbst starke Aktivität bringt dir wenig, wenn Wolken alles verdecken oder Lichtverschmutzung den Kontrast frisst. Und umgekehrt kann der perfekte Standort leer bleiben, wenn die Sonne gerade ruhig ist.

Wenn beides zusammenkommt, entsteht dieses Gefühl, dass der Himmel plötzlich eine Bühne wird. Dann siehst du nicht nur Licht, sondern Bewegung, Formen und manchmal sogar Farbwechsel, die sich wie lebendige Vorhänge über den Horizont legen.

Wann du die besten Chancen hast

Die klassische Nordlichtsaison in Europa liegt grob zwischen September und März, weil die Nächte dann lang genug sind und du überhaupt Zeitfenster bekommst, in denen der Himmel richtig dunkel ist. In dieser Zeit lohnt es sich, flexibel zu bleiben, weil Nordlichter selten „nach Plan“ kommen. Besonders gut sind oft die Wochen rund um die Tagundnachtgleichen im Herbst und im Frühjahr, weil die Aktivität statistisch gerne etwas anzieht und die Chancen dadurch spürbar steigen. Trotzdem entscheidet vor Ort am Ende fast immer das Wetter, denn Wolken sind der häufigste Grund, warum man trotz guter Aktivität nichts sieht.

Wenn du es praktisch angehen willst, planst du mindestens drei Nächte ein. Eine Nacht kann klappen, vor allem mit Glück und perfektem Himmel, aber drei Nächte geben dir deutlich bessere Chancen, weil du Wetter und Aktivität einfach öfter „triffst“. Du hast mehr Spielraum, einen Abend abzuwarten, einen Ortswechsel zu machen oder spontan zu reagieren, wenn sich der Himmel aufklart. Genau diese Reserve nimmt Druck raus, und oft entsteht daraus der beste Moment, weil du nicht in einer einzigen Nacht alles erzwingen musst.

Ein grünes Polarlicht zieht über eine verschneite Hügellandschaft mit Tannen.
Nordlichter über verschneitem Wald – Bildnachweis: Smitt – iStock-ID: 2191397339

Am wichtigsten ist, dass du dir die Bedingungen so leicht wie möglich machst. Such dir einen dunklen Spot außerhalb von Orten, halte die Abende frei und prüfe den Himmel immer wieder, statt nur einmal kurz rauszugehen. Dann wird aus „vielleicht“ deutlich öfter wirklich. Und wenn es passiert, fühlt sich das Schauspiel nicht wie ein Pflichtpunkt an, sondern wie ein Geschenk. Mit drei Nächten gibst du dir einfach die beste Chance, genau diesen Moment zu erleben, auch wenn das Wetter zwischendurch zickt.

Was du vor Ort beachten solltest, damit es nicht frustriert

Suche dir einen Ort außerhalb von Stadtlicht, weil Lichtverschmutzung den Kontrast frisst und schwache Nordlichter sonst einfach unsichtbar bleiben. Wenn du angekommen bist, gib deinen Augen Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, denn das dauert oft 15 bis 20 Minuten und macht einen riesigen Unterschied. Schau regelmäßig nach oben, aber mach dich nicht verrückt, weil Nordlichter nicht wie ein Programmpunkt funktionieren. Sie kommen manchmal in Wellen, werden plötzlich stärker und fallen dann wieder ab, und es gibt Abende, an denen du erst spät etwas siehst, obwohl es am Anfang komplett ruhig wirkt.

Hilfreich sind Nordlicht Vorhersagen und Apps, aber nimm sie als Orientierung und nicht als Garantie. Ein hoher Wert fühlt sich zwar beruhigend an, bringt dir aber wenig, wenn der Himmel dicht ist oder du in einer hellen Umgebung stehst. Sehr oft sind Wetter und Wolken wichtiger als jede Prognose, weil sie entscheiden, ob du überhaupt freie Sicht hast. Wenn du dir also zwei Dinge merken willst, dann diese. Dunkelheit und klarer Himmel schlagen fast immer den perfekten Zahlenwert.

Und noch ein kleiner Trick für die Praxis. Geh lieber öfter kurz raus, statt einmal lange enttäuscht zu warten. Manchmal reicht ein Aufklaren von zwanzig Minuten, und genau dann passiert das Schönste. Wenn du ruhig bleibst und dranbleibst, werden Nordlichter oft genau dann sichtbar, wenn du sie schon fast abgeschrieben hast.


Top 5 Orte, um Nordlichter zu sehen

1. Tromsø und Nordnorwegen

Tromsø gilt als einer der beliebtesten Einstiege, weil die Stadt nördlich des Polarkreis liegt und sich trotzdem angenehm unkompliziert anfühlt. Du landest nicht irgendwo im Nichts, sondern in einer lebendigen Stadt mit guter Infrastruktur, Restaurants, Supermärkten und einer breiten Auswahl an Unterkünften, von einfachen Hostels bis zu gemütlichen Hotels und Apartments. Genau das ist für viele der große Vorteil, weil du tagsüber Stadtleben haben kannst und abends trotzdem schnell dorthin kommst, wo es wirklich dunkel wird. Tromsø ist damit ideal, wenn du Nordlichter sehen willst, aber nicht gleich eine komplett abgelegene Reise planst.

Vor Ort findest du viele Anbieter für geführte Touren, und das lohnt sich besonders, wenn du dich nicht selbst um Wetter, Spots und Fahrten kümmern möchtest. Gleichzeitig bist du auch ohne riesigen Aufwand schnell raus aus dem Licht, zum Beispiel Richtung Kvaløya, wo es deutlich dunkler wird und die Landschaft schon richtig wild wirkt. Wenn du noch weiter fährst, öffnen sich die Fjorde, und genau dort entstehen oft diese Momente, in denen der Himmel über dem Wasser plötzlich anfängt zu leuchten und alles still wirkt. Das Schöne an Tromsø ist, dass du flexibel bleibst, weil du je nach Wetter schnell die Richtung wechseln kannst und damit deine Chancen deutlich erhöhst.

Anreise aus Deutschland

Am einfachsten fliegst du über Oslo nach Tromsø. Von vielen deutschen Flughäfen kommst du mit einem Umstieg gut hin, und die Verbindung ist meist so geplant, dass du ohne riesigen Stress weiterkommst. Wenn du die Reise clever legst, bist du oft schon am selben Tag oben und kannst am Abend direkt die erste Nordlichtchance mitnehmen. Gerade im Winter ist es trotzdem sinnvoll, etwas Puffer einzuplanen, weil Wetter und Winterbetrieb manchmal für kleine Verzögerungen sorgen.

Vor Ort hast du dann zwei typische Wege. Du kannst geführte Touren buchen, was entspannt ist, weil Guides das Wetter lesen, Spots kennen und dich gezielt in dunkle Gebiete fahren. Oder du nimmst dir ein Auto, wenn du flexibel sein willst und gerne selbst jagst. Damit kannst du spontan reagieren, wenn es in einer Richtung wolkig wird und ein anderer Bereich klar bleibt. Wichtig ist nur, dass du dich mit Winterfahrten wohlfühlst, weil Straßenbedingungen schnell wechseln können.

Grüne Aurora über einem Fjord mit schneebedeckten Bergen in der Region Tromsø.
Nordlichter über dem Fjord bei Tromsø – Bildnachweis: Marcin Wojciechowski – iStock-ID: 1130795690

Wenn du es möglichst stressfrei willst, ist die Kombi aus Anreise über Oslo und einer oder zwei geführten Nächten oft perfekt. Und wenn du gerne unabhängig bist, ist ein Mietwagen die beste Option, weil du dir den Abend komplett nach Himmel und Gefühl bauen kannst. In beiden Fällen gilt am Ende das Gleiche. Je flexibler du bist, desto höher ist die Chance, dass du die Lichter wirklich siehst.

Was du dort sonst noch machen kannst

Nordnorwegen ist stark, wenn du Lust auf echte Winterlandschaft hast, auf Fjorde, Meer und dieses klare, nordische Licht, das selbst am Tag irgendwie besonders wirkt. Viele verbinden Nordlichter dort mit Erlebnissen, die sich wie ein komplettes Winterpaket anfühlen. Dazu gehören Whale Watching, Hundeschlittenfahrten, Schneeschuh Touren oder einfach Abende draußen am Wasser, wenn die Berge dunkel am Horizont stehen. Auch eine Fahrt in Richtung Lyngen Alpen lohnt sich oft, weil die Kulisse dort noch dramatischer wird und du dich schnell weit weg von allem fühlst.

Das Schöne ist, dass du nicht nur „wartest“, bis der Himmel liefert. Du kannst tagsüber aktiv sein und abends trotzdem auf Nordlicht gehen, ohne dass es sich wie zwei getrennte Reisen anfühlt. Und selbst wenn es mal wolkig bleibt, hast du immer noch diese Mischung aus Fjordblick, Schnee und Meerluft, die Nordnorwegen so besonders macht.

Wenn du gerne fotografierst, ist das Gebiet ein Geschenk. Du bekommst Motive, die auch ohne Nordlicht schon eindeutig nach Norden aussehen, weil die Landschaft so klar und grafisch wirkt. Dunkle Berge, helle Schneeflächen, spiegelnde Buchten und kleine Lichterketten von Häusern am Ufer ergeben Bilder, die sofort Stimmung haben. Und wenn dann noch Nordlichter dazukommen, wirkt es plötzlich wie eine Szene, die fast zu schön ist, um echt zu sein.

2. Abisko und Kiruna in Schwedisch Lappland

Abisko ist unter Nordlicht Fans bekannt, weil die Region oft vergleichsweise gute Chancen auf klaren Himmel hat. Das bedeutet nicht, dass es dort immer wolkenfrei ist, aber statistisch kann es ein Vorteil sein, wenn du gezielt Orte suchst, an denen sich Wolkenlagen häufiger teilen oder schneller wieder aufreißen. Viele mögen Abisko auch, weil du dich dort nicht erst durch eine große Stadt „kämpfen“ musst, bis es wirklich dunkel wird.

Abisko ist klein, ruhig und fühlt sich eher nach Natur als nach Infrastruktur an. Genau das macht es so praktisch für Nordlichter, weil du sehr schnell unter einem richtig dunklen Himmel stehst und deine Augen nicht ständig gegen Lichtverschmutzung anarbeiten müssen. Wenn es klar ist, wirken selbst schwächere Nordlichter oft deutlicher, weil der Kontrast einfach besser ist. Und wenn die Aktivität stärker wird, hast du eine Bühne, die sich schnell wie Kino anfühlt, nur eben draußen und echt.

Wenn du Abisko wählst, entscheidest du dich oft für einen Ort, der mehr auf Dunkelheit, Ruhe und klaren Himmel setzt als auf Großstadtgefühl. Genau das passt perfekt, wenn dein Hauptziel wirklich die Nordlichter sind und du nicht jeden Abend Programm brauchst.

Anreise aus Deutschland

Typisch ist der Flug nach Kiruna über Stockholm, weil das die gängigste und meist unkomplizierteste Route ist. Du fliegst also erst nach Stockholm und steigst dort um, bevor es weiter nach Kiruna geht. Von Kiruna aus kommst du dann gut weiter nach Abisko, entweder mit dem Zug oder mit dem Bus. Der Zug ist für viele die schönere Variante, weil du dabei schon das erste Lappland Gefühl bekommst und die Strecke oft richtig nordisch wirkt, vor allem wenn Schnee liegt und die Landschaft immer weiter aufmacht.

Wenn du lieber langsam reist, ist auch die Zugroute über Stockholm möglich. Das ist eine Reise, die sich eher wie ein Weg nach Norden anfühlt, statt wie ein schneller Sprung. Du sitzt länger, brauchst mehr Planung und deutlich mehr Zeit, wirst dafür aber mit einem sehr besonderen Übergang belohnt, weil du Schritt für Schritt in die Weite Lapplands hinein fährst. Gerade wenn du Fotostopps, kleine Pausen oder einfach dieses „unterwegs sein“ magst, kann das eine tolle Art sein, anzukommen.

Grüne Polarlichter ziehen über eine eisige Uferlandschaft mit Blick auf die Berge bei Abisko.
Nordlichter über dem vereisten See bei Abisko – Bildnachweis: RobinEriksson – iStock-ID: 499997675

Praktisch gedacht lohnt sich für viele die Kombination. Hinflug über Stockholm nach Kiruna, weiter nach Abisko mit dem Zug, und wenn du Zeit hast, auf dem Rückweg eine langsamere Variante einbauen. So hast du sowohl Komfort als auch dieses echte Nordgefühl.

Was du dort sonst noch machen kannst

Hier geht es stark um Natur, und genau das spürst du sofort. Du hast Nationalpark Landschaft, breite Winterwege und oft eine sehr klare, ruhige Atmosphäre, in der selbst kleine Geräusche plötzlich laut wirken. Viele mögen an der Region, dass sie nicht nach „Programm“ schreit, sondern nach draußen gehen, schauen, laufen und ankommen. Wenn der Himmel klar ist, fühlt sich jede Nacht wie eine neue Chance an, und am Tag wirkt die Landschaft fast grafisch, weil Schnee, Berge und Himmel so sauber voneinander getrennt sind.

Du kannst es dabei ganz unterschiedlich anlegen. Wenn du aktiv sein willst, sind Dinge wie Schneemobil, Langlauf oder lange Winterspaziergänge auf präparierten Wegen typische Optionen. Wenn du es ruhiger magst, reichen oft schon kurze Strecken, weil die Umgebung so viel hergibt. Und wenn dich Kultur interessiert, sind je nach Anbieter auch Besuche bei Sami Angeboten möglich, die Einblicke in Traditionen, Alltag und Rentierkultur geben können.

Am Ende ist es ein Ort für Menschen, die die Mischung aus Nationalpark Gefühl, Winterstille und kleinen Abenteuern mögen. Du musst dort nichts „abhaken“. Du darfst einfach sein, und genau deshalb passt die Region so gut zu einer Nordlichtreise.

3. Finnisch Lappland rund um Ivalo und Inari

Finnisch Lappland ist für viele angenehm, weil vieles gut organisiert ist und weil du viele Unterkünfte findest, die auf Nordlichtreisen eingestellt sind. Du musst nicht lange suchen, bis du Angebote findest, die Abendtouren, Saunen, warme Ausrüstung oder Tipps für die besten Spots direkt mitdenken. Das macht die Reise oft entspannter, weil du weniger improvisieren musst und dich mehr auf Himmel und Stimmung konzentrieren kannst.

Inari und Ivalo liegen weit im Norden. Von dort bist du schnell an Seen, in Wäldern und auf ruhigen Straßen, auf denen nachts kaum Verkehr ist und die Lichtverschmutzung meist sehr gering bleibt. Genau das ist perfekt für Nordlichter, weil du nicht erst weit wegfahren musst, um dunklen Himmel zu finden. Oft reicht schon ein kurzer Abstecher aus dem Ort, und du stehst plötzlich in einer Landschaft, die still ist und sich riesig anfühlt.

Was viele an dieser Region lieben, ist die Kombination aus Komfort und Natur. Du kannst tagsüber warm und gemütlich wohnen, vielleicht in die Sauna gehen, und abends bist du trotzdem in wenigen Minuten draußen im Dunkeln. Wenn dann noch ein klarer Himmel dazu kommt, hast du eine sehr gute Ausgangslage für echte Nordlichtnächte. Finnisch Lappland, Inari, Ivalo, dunkler Himmel und wenig Lichtverschmutzung passen dort einfach erstaunlich gut zusammen.

Anreise aus Deutschland

Du fliegst meist über Helsinki nach Ivalo, weil das die gängigste und oft auch die entspannteste Anreise ist. Nach dem Umstieg in Helsinki geht es weiter in den Norden, und in Ivalo bist du schon nah dran an den Orten, die viele für Nordlichter wählen. Von dort aus kommst du mit Bus, Transfer oder Mietwagen weiter nach Inari oder in kleinere Orte in der Umgebung. Die Wege sind meistens überschaubar, und du bist schnell in dieser typischen Lappland Landschaft aus Wäldern, Seen und ruhigen Straßen.

Wenn du flexibel sein willst, ist ein Mietwagen praktisch, weil du dich abends je nach Wolkenlage bewegen kannst. Du kannst spontan an einen See fahren, einen dunklen Parkplatz im Wald ansteuern oder einfach dorthin ausweichen, wo der Himmel klarer aussieht. Wenn du dich aber nicht mit Winterfahren, Uhrzeiten und Logistik beschäftigen möchtest, ist ein Paket oft die beste Wahl. Viele buchen dann gleich Transfers und Touren zusammen, weil das in Lappland wirklich gut funktioniert und du dich vor Ort um fast nichts kümmern musst.

Zwei Menschen stehen auf einer verschneiten Strecke in Lappland und beobachten grüne Polarlichter am Sternenhimmel.
Nordlichter über einer Winterspur in Lappland – Bildnachweis: Paolo Graziosi – iStock-ID: 1909265375

Für die bequeme Variante ist das ein guter Ablauf. Flug über Helsinki, Ankunft in Ivalo, dann ein organisierter Transfer zur Unterkunft, und abends gehst du entweder direkt vor die Tür oder fährst mit einer Tour raus ins Dunkle. So bleibt der Kopf frei, und du kannst dich voll auf das konzentrieren, wofür du eigentlich da bist. Den Himmel.

Was du dort sonst noch machen kannst

Finnisch Lappland ist perfekt, wenn du Winterklassiker magst und dieses Gefühl suchst, dass ein Tag draußen und ein Abend drinnen einfach zusammengehören. Sauna gehört hier gefühlt zum Tagesplan, weil sie nicht nur „Wellness“ ist, sondern eher ein Rhythmus, der Wärme und Kälte miteinander verbindet. Danach schmeckt ein heißes Getränk doppelt gut, und der Weg nach draußen fühlt sich plötzlich gar nicht mehr so hart an. Genau diese Mischung macht Lappland für viele so rund.

Dazu kommen die typischen Erlebnisse, die man sofort mit dem Norden verbindet. Huskys, Rentier Erlebnisse, Schneeschuh Runden und Eisangeln sind sehr beliebt, weil sie nicht nur Action sind, sondern auch ein Weg, die Landschaft wirklich zu spüren. Du bist im Wald, auf gefrorenen Seen oder auf leisen Wegen unterwegs, und oft ist es dabei so still, dass du dich automatisch langsamer bewegst. Wenn du es eher aktiv willst, baust du dir daraus ein echtes Winterprogramm. Wenn du es gemütlich willst, pickst du dir nur ein oder zwei Sachen heraus.

Und wenn du es ruhiger willst, ist das oft sogar die beste Variante. Eine kleine Hütte am See, ein Spaziergang unter klarem Himmel, und der Rest passiert fast von allein. Du stehst draußen, schaust hoch, hörst nichts außer vielleicht Schnee unter den Schuhen, und genau in so einer Nacht wirken Nordlichter oft am stärksten. Sauna, Huskys, Schneeschuh Runden, Eisangeln und eine Hütte am See sind hier nicht nur Aktivitäten, sondern fast schon eine Art, den Winter zu genießen.

4. Island rund um Reykjavík und die Südküste

Island ist spannend, weil du Nordlichter mit extrem viel Landschaft kombinieren kannst. Du kannst an einem Abend am dunklen Himmel Lichter sehen und am nächsten Tag stehst du schon wieder vor Wasserfällen, läufst an Gletscherkanten entlang oder schaust auf schwarze Strände, die aussehen wie aus einer anderen Welt. Genau diese Abwechslung macht Island so besonders, weil sich die Reise nicht nur wie eine „Nordlichtjagd“ anfühlt, sondern wie ein komplettes Naturabenteuer, bei dem jeder Tag ein neues Motiv hat.

Der Nachteil ist das Wetter, denn Island ist berühmt für schnelle Wechsel. Wind und Wolken können sich innerhalb kurzer Zeit drehen, und manchmal wirkt eine Nacht erst perfekt, bis plötzlich alles zuzieht. Dafür kannst du dich gut wappnen, wenn du flexibel bleibst und nicht alles auf einen einzigen Ort setzt. Wer bereit ist, spontan die Richtung zu wechseln, findet oft doch noch ein klares Fenster, gerade wenn man tagsüber schon ein bisschen Strecke gemacht hat und abends nach dem besten Himmel sucht.

Wenn du Island wählst, bekommst du also beides. Du bekommst die Chance auf Nordlichter und du bekommst tagsüber dramatische Natur. Du brauchst nur etwas Geduld, gute Kleidung und die Bereitschaft, das Wetter als Teil des Spiels zu akzeptieren. Dann wird Island schnell zu einer Reise, die auch ohne perfekte Nordlichtnacht schon gewaltig wirkt. Mit Nordlichtern wird sie oft unvergesslich. Wasserfälle, Gletscher und schwarze Strände liefern dir dafür jeden Tag neue Gründe, nach draußen zu gehen.

Anreise aus Deutschland

Direkt oder mit kurzem Umstieg nach Reykjavík ist für viele die einfache Variante, weil du schnell ankommst und direkt in den Island Rhythmus rein rutschst. Nach der Landung kannst du es dir leicht machen und erst einmal in Reykjavík bleiben. Dort hast du viele Unterkünfte, Restaurants und eine gute Basis, um abends eine Nordlicht Tour zu buchen oder tagsüber geführte Ausflüge zu machen. Das ist praktisch, wenn du wenig planen willst und lieber alles vor Ort entscheiden möchtest.

Grüne Nordlichter am Nachthimmel über Reykjavik mit verschneiten Bergen.
Polarlichter über Reykjavik Island – Bildnachweis: Goddard_Photography – Stock-ID: 502448662

Wenn du mehr Freiheit willst, ist ein Roadtrip die bessere Wahl. Damit kannst du auf Wolkenlücken reagieren und dorthin fahren, wo der Himmel gerade klarer ist. Du bist nicht an einen festen Treffpunkt gebunden und kannst auch spontan einen dunklen Spot ansteuern, wenn sich die Bedingungen plötzlich verbessern. Gerade auf Island kann das viel ausmachen, weil Wind und Wolken schnell drehen und ein Standortwechsel manchmal die ganze Nacht retten kann.

Beide Varianten funktionieren gut. Reykjavík als Base ist bequem und entspannt. Ein Roadtrip ist flexibler und erhöht oft die Chance auf klare Nächte. Und wenn du es clever kombinierst, startest du mit ein, zwei Nächten in Reykjavík und gehst danach raus in die Landschaft. So hast du Stadtkomfort und trotzdem genug Spielraum für echte Nordlichtmomente.

Was du dort sonst noch machen kannst

Island ist ideal für Tagestouren, auch im Winter, weil du in kurzer Zeit sehr unterschiedliche Landschaften sehen kannst. Du musst nicht wochenlang unterwegs sein, um viel zu erleben. Ein Tag kann Wasserfälle bringen, der nächste Lavafelder oder Küste, und zwischendrin sitzt du in warmem Wasser, während es um dich herum kalt ist.

Die großen Klassiker funktionieren dabei fast immer gut. Die Südküste ist beliebt, weil du dort Wasserfälle, schwarze Strände und oft dramatische Küstenblicke kombinierst. Der Golden Circle passt perfekt, wenn du wenig Zeit hast, weil du Geysire, Wasserfälle und Landschaft an einem Tag mitnehmen kannst. Heiße Quellen gehören sowieso dazu, weil sie den Winter auf Island erst richtig besonders machen. Dazu kommen einfache Wanderwege, die auch in der kühlen Jahreszeit Spaß machen, solange du dich an Bedingungen und Tageslicht anpasst.

Für viele ist Island auch dann ein gutes Ziel, wenn die Nordlichter mal schwächer sind. Du hast dort jeden Tag starke Natur, und das ist der große Unterschied zu reinen Nordlichtzielen. Du bist nicht nur vom Himmel abhängig, weil du tagsüber schon so viel bekommst, dass die Reise sich auch ohne perfekte Aurora Nacht lohnt. Und wenn dann doch noch Lichter am Himmel auftauchen, fühlt es sich wie ein extra Bonus an.

Am Ende ist Island eine Mischung aus Tagestouren, Südküste, heißen Quellen und dieser rauen Landschaft, die selbst bei schlechtem Wetter beeindruckt. Genau deshalb bleibt es für viele so ein Klassiker.

5. Schottland, Highlands und Inseln wie Skye

Schottland ist der unterschätzte Kandidat, und genau das macht es für manche so reizvoll. An klaren, dunklen Winterabenden kann es tatsächlich funktionieren, auch wenn die Chancen nicht so konstant sind wie weit oben in Skandinavien. Du solltest es eher als „Bonus Möglichkeit“ sehen, nicht als Garantie. Wenn es dann klappt, fühlt es sich umso besonderer an, weil du es an einem Ort siehst, den viele gar nicht auf dem Schirm haben.

Der große Vorteil ist die Anreise, denn die ist oft sehr unkompliziert. Du bist schnell dort, du musst nicht extrem weit in den Norden, und du kannst die Reise auch spontan planen. Gleichzeitig bekommst du nebenbei eine richtig schöne Winterreise, selbst wenn der Himmel nicht mitspielt. Küste, Berge, Seen und kleine Dörfer geben dir diese typische Schottland Stimmung, die auch ohne Nordlichter schon trägt.

Praktisch gedacht lohnt es sich, dunkle Regionen anzusteuern und flexibel zu bleiben. Je weniger Stadtlicht, desto besser. Und je klarer der Himmel, desto größer die Chance, dass du überhaupt etwas erkennst. Wenn du Schottland als Naturreise planst und Nordlichter als mögliches Extra mitnimmst, ist es eine sehr schöne Mischung aus Küste, Bergen, Dörfern und dieser rauen Weite, die sich im Winter besonders gut anfühlt.

Anreise aus Deutschland

Du fliegst meist nach Edinburgh oder Glasgow, weil das die praktischsten Einstiegspunkte sind und du von dort schnell loskommst. Beide Städte eignen sich gut für den Start, aber für Nordlichtchancen willst du nicht lange im Stadtlicht bleiben. Deshalb lohnt sich in vielen Fällen ein Mietwagen, weil du damit flexibel bist und dir die besten Bedingungen suchen kannst.

Mit dem Auto bist du schnell raus in Richtung Highlands, wo es deutlich dunkler wird und die Landschaft nebenbei einfach großartig aussieht. Auch die Westküste lohnt sich, weil du dort oft sehr wenig Lichtverschmutzung hast und klare Horizonte finden kannst, je nachdem, wo du gerade bist. Genau diese Freiheit ist in Schottland wichtig, weil du an einem Abend vielleicht Wolken im Osten hast, aber im Westen plötzlich ein Fenster aufreißt.

Ein sternklarer Himmel über Skye zeigt einen grünen Nordlichter-Schimmer am Horizont.
Nordlichter über der Isle of Skye in Schottland – Bildnachweis: rosn123 – iStock-ID: 613656590

Wenn du es planst, denk vor allem an zwei Dinge. Fahr dahin, wo es dunkel ist, und bleib flexibel, wenn das Wetter dreht. Dann wird aus einer normalen Winterreise mit Edinburgh, Glasgow, Highlands und Küste manchmal ganz überraschend eine Nacht, die du nie vergisst.

Was du dort sonst noch machen kannst

Schottland ist stark für Roadtrip Feeling, weil du in kurzer Zeit sehr viele Stimmungen mitnehmen kannst. Du fährst ein Stück, und plötzlich steht da eine Burg auf einem Hügel, dahinter Meer und Wolken, und irgendwo wartet schon der nächste Aussichtspunkt. Küstenlinien wechseln sich mit Bergen ab, zwischendrin kleine Orte, in denen du abends in einem Pub sitzt und das Gefühl hast, der Tag war länger als er eigentlich war. Genau das macht Schottland so dankbar, weil du ständig neue Bilder bekommst, ohne dass du dafür ewig fahren musst.

Für die Tage füllen sich die Klassiker fast von selbst. Du hast Burgen, die wie Filmkulissen wirken, kurze Wanderungen zu Wasserfällen oder Seen, und Fotospots ohne Ende, die auch bei Winterlicht funktionieren. Dazu kommt, dass du dich nicht auf ein einziges Highlight verlassen musst, weil die Reise an sich schon trägt. Wenn du Nordlichter siehst, ist es ein Bonus. Wenn nicht, bleibt es trotzdem eine richtig schöne Wintertour.

Wenn du das Ganze als Wochenendtrip planst, ist Schottland oft die einfachere Variante als ganz Lappland. Die Anreise ist kürzer, du kannst vieles spontan machen, und du bekommst dieses Roadtrip Feeling ohne riesige Logistik. Du musst nur ehrlich einplanen, dass die Nordlicht Chancen weniger planbar sind. Wer Schottland als Reise für Burgen, Küste, Pubs und Winterlandschaft nimmt, hat fast immer etwas davon, und genau so fühlt es sich am besten an.


Welche dieser 5 Orte passt zu dir

Wenn du maximale Chancen willst, nimm Nordnorwegen, Schwedisch Lappland oder Finnisch Lappland, und plane mehrere Nächte ein. Dort bist du weit genug im Norden, hast meist weniger Lichtverschmutzung und kannst deine Abende wirklich auf das Nordlicht ausrichten. Drei Nächte sind ein guter Start, mehr ist natürlich noch besser, weil du damit Wetter und Aktivität öfter „triffst“. Gerade bei einer Nordlichtreise ist Zeit fast wie ein Verstärker für die Wahrscheinlichkeit.

Wenn du Nordlichter mit großer Natur auf engem Raum kombinieren willst, ist Island sehr stark. Du kannst abends auf Aurora hoffen und tagsüber Wasserfälle, Gletscher und Küste erleben, ohne ewig zu fahren, und selbst wenn die Lichter schwächer sind, bleibt die Reise landschaftlich intensiv. Der Haken ist nur, dass das Wetter dort schnell drehen kann. Wind und Wolken machen es manchmal zickig, dafür belohnt Island dich oft mit Momenten, die sich wie eine Naturshow anfühlen.

Kräftige Polarlichtbänder stehen über schneebedeckten Bergen und einem dunklen See.
Nordlichter über einer Bergkulisse am See – Bildnachweis: den-belitsky – iStock-ID: 1953393599

Wenn du eine einfache Anreise und eine klassische Winterreise möchtest, kann Schottland eine gute Mischung sein. Roadtrip, Burgen, Küste, Highlands und gemütliche Abende funktionieren auch ohne Nordlicht, und genau so solltest du es betrachten. Nordlichter sind dort ein Bonus und keine Garantie. Wenn du es so planst, ist Schottland eine richtig starke Option für ein Winterwochenende mit dem Extra Kick, falls der Himmel mitspielt.

Kleine Packliste, damit du nicht frierst

Zieh dich nach dem Zwiebelprinzip an, weil du draußen oft länger still stehst und dir dann schneller kalt wird als beim Laufen. Starte mit einer warmen Basisschicht, pack eine isolierende Schicht darüber und schließe mit einer winddichten Jacke ab. So kannst du bei Bedarf etwas ausziehen oder wieder anziehen, ohne dass du gleich frierst oder schwitzt.

Wichtig sind vor allem die Basics, die den Abend retten. Nimm richtig warme Schuhe, dicke Socken, eine Mütze und gute Handschuhe, am besten so, dass du sie für einen Moment ausziehen kannst, ohne sofort zu leiden. Kalte Füße sind oft der Punkt, an dem man zu früh aufgibt. Eine Thermosflasche macht den Abend deutlich angenehmer, weil ein heißer Schluck zwischendurch nicht nur wärmt, sondern auch die Stimmung oben hält.

Wenn du fotografieren willst, ist ein Stativ extrem hilfreich, weil Nachtaufnahmen sonst schnell verwackeln. Dazu hilft es, wenn du deine Einstellungen in Ruhe machen kannst, ohne in der Kälte hektisch zu werden. Und wenn du nur ein Foto Tool mitnehmen willst, dann lieber Stativ als irgendwas anderes, weil es dir die meisten brauchbaren Bilder überhaupt erst ermöglicht.

Mit etwas Glück siehst du sie

Nordlichter sind keine Attraktion wie ein Museum, das immer offen ist. Sie sind eher wie Wetterglück, nur schöner. Du kannst planen, du kannst dich vorbereiten, du kannst die Chancen erhöhen, aber am Ende bleibt immer dieser Anteil, der sich nicht steuern lässt. Genau das macht sie so besonders, weil du nicht einfach „hingehst und abhakst“, sondern wirklich wartest, schaust und den Himmel ernst nimmst.

Menschen fotografieren violett-grünes Polarlicht über einem beleuchteten Aussichtspunkt mit Kuppelgebäude.
Nordlichter über einer Stadt mit Aussichtspunkt – Bildnachweis: Ruicheng Yao – iStock-ID: 2152809697

Wenn du dir ein paar Nächte Zeit gibst, in dunkle Regionen fährst und flexibel bleibst, steigen die Chancen stark. Dunkelheit sorgt für Kontrast. Flexibilität hilft dir, Wolken auszuweichen. Und mehrere Nächte geben dir die Ruhe, nicht alles auf einen Abend zu pressen. Sobald dieser Druck raus ist, fühlt sich die Suche viel leichter an, und du nimmst die kleinen Zeichen besser wahr, wie einen ersten Schimmer am Horizont oder diese feine Bewegung im Himmel, die plötzlich mehr wird.

Oft wird genau dann ein Abend richtig gut, wenn du schon fast nicht mehr damit rechnest. Du bist müde, du gehst nochmal kurz raus, und plötzlich ist da dieses Leuchten, das sich langsam aufzieht und immer deutlicher wird. Dann stehst du einfach da, still, und merkst, warum Menschen so weit dafür reisen. Nordlichter sind eben kein Planpunkt. Sie sind ein Moment, der sich wie ein Geschenk anfühlt, wenn du ihm Zeit gibst.

Hast du schon mal Nordlichter gesehen? Wo hattest du Glück und was hast du empfunden? Wir freuen uns über ein paar Erlebnisberichte und Kommentare.