Krakau – Geschichte & Genuss in einer der spannendsten Städte Polens

Panoramablick über den Hauptmarkt in Krakau mit Tuchhallen und den Türmen der Marienkirche.

Krakau packt dich – von der Königsstadt über schöne Bars bis zu entspannten Spaziergängen

Krakau ist eine Stadt, die dich schon beim ersten Spaziergang kriegt. Du bekommst eine Altstadt wie aus dem Bilderbuch und trotzdem echtes Stadtleben. Zwischen Kopfsteinpflaster, Kirchen und Innenhöfen fühlt sich alles nah und greifbar an. Gleichzeitig ist Krakau jung, weil hier viele Studierende leben und ausgehen. Du kannst tagsüber Kultur machen und abends richtig gut essen und trinken. Die Wege sind kurz, vieles klappt zu Fuß, und der Rest ist gut angebunden. Dazu kommen Ausflüge, die von “wow schön” bis “sehr bewegend” reichen. Wenn du Städte magst, die sofort Stimmung machen, liegst du hier richtig.

Blick über den Rynek Główny in Krakau mit der Marienkirche und den Tuchhallen.
Abendstimmung am Rynek Główny in Krakau – Bildnachweis: EunikaSopotnicka – iStock-ID: 872811138

Steckbrief: Wo liegt Krakau und wie groß ist die Stadt

Krakau liegt im Süden Polens an der Weichsel, in der Region Kleinpolen. Die Stadt hat rund 800.000 Einwohner und wirkt trotzdem oft kompakt. Das Zentrum ist historisch geprägt, aber außerhalb der Altstadt wird es schnell modern. Viele Reisende nutzen Krakau als Basis, weil du von hier viele Ziele schnell erreichst.

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Ein bisschen Geschichte, damit du die Stadt besser verstehst

Krakau war lange die königliche Hauptstadt Polens, und genau das spürst du bis heute an vielen Ecken. Besonders am Wawel wird das sichtbar, denn Burg und Kathedrale thronen über der Weichsel und erzählen von Macht, Religion und Tradition. In der Altstadt blieb Krakau über Jahrhunderte ein wichtiges Handelszentrum, mit Kaufmannshäusern, Innenhöfen und Plätzen, auf denen früher Waren aus ganz Europa zusammenkamen. Ein prägendes Kapitel ist das jüdische Leben, vor allem im Viertel Kazimierz, das heute zugleich geschichtsbewusst und kreativ wirkt, mit Synagogen, kleinen Museen, Cafés und Bars.

Im Zweiten Weltkrieg und in der Besatzungszeit gab es unermessliches Leid, das du an Gedenkorten und in Ausstellungen sehr direkt nachvollziehen kannst. Krakau erinnert heute bewusst, ohne dauerhaft in Trauer stehen zu bleiben. Gleichzeitig ist die Stadt wieder eine lebendige Kulturstadt, mit Museen, Festivals, Konzerten und einer Szene, die abends richtig Energie bekommt.

Drohnenaufnahme des Wawel-Schlosses in Krakau mit Blick auf die Altstadt bei warmem Abendlicht.
Luftaufnahme vom Wawel-Schloss in Krakau bei Sonnenuntergang – Bildnachweis: emicristea – Stock-ID: 1442400486

Anreise: So kommst du leicht nach Krakau

Krakau erreichst du am einfachsten per Flug über den Flughafen Kraków Balice. Je nach Saison gibt es Direktverbindungen aus vielen europäischen Städten, oft auch mit günstigen Tarifen, wenn du früh buchst. Vom Airport kommst du schnell ins Zentrum, zum Beispiel mit Zug, Shuttle oder Taxi, und du bist ohne Umwege in der Stadt. Mit dem Zug klappt die Anreise sehr entspannt, etwa aus Warschau, Breslau, Danzig oder Kattowitz, und du steigst meist zentral aus. Fernbusse sind oft noch günstiger und decken viele Strecken innerhalb Polens ab, dafür dauert es manchmal etwas länger. Mit dem Auto ist es machbar, aber in der Altstadt brauchst du es nicht, weil vieles zu Fuß geht und Parken dort eher nervig ist.

Unterwegs in der Stadt: Zu Fuß, Tram, Bus

Die Altstadt, Kazimierz und das Flussufer sind perfekt zum Laufen, weil du dort fast alles kompakt erreichst. Für längere Wege sind Tram und Bus sehr praktisch, besonders wenn du zwischen Stadtteilen wechselst oder abends zurück willst. Tickets bekommst du an Automaten, in Apps oder an wichtigen Haltestellen, und meistens ist das System schnell verstanden. Achte nur darauf, das richtige Ticket für die passende Zeitdauer zu wählen, dann bist du stressfrei unterwegs. Wenn du zentral wohnst, sparst du viel Zeit und läufst oft mehr, als du fährst. Taxis und Fahrdienste sind verfügbar, aber in der Regel nicht nötig, weil der ÖPNV zuverlässig ist und viele Wege ohnehin zu Fuß am schönsten sind.

Panorama von Krakau mit der Weichsel, Spazierwegen und dem historischen Wawel-Schloss bei sonnigem Wetter.
Panoramablick auf Krakau mit der Weichsel und dem Wawel-Schloss – Bildnachweis: Michal Krakowiak – Stock-ID: 157441338

Sicherheit: Wie entspannt ist Krakau als Reiseziel

Krakau gilt insgesamt als sicher und sehr angenehm für einen Städtetrip, wenn du normale Vorsicht mitbringst. Achte wie überall auf Taschen in Menschenmengen, besonders in der Altstadt, an Haltestellen und in vollen Trams. In Partyzonen gilt nachts, dass du aufmerksam bleibst und idealerweise nicht allein nach Hause gehst. Nutze offizielle Taxis oder Apps, und kläre den Preis vorher, wenn du unsicher bist oder kein Taxameter siehst. Bei Ausflügen buche seriös, lies kurz die Details, und zahle am besten erst, wenn klar ist, was wirklich enthalten ist.

Beste Reisezeit: Wann sich Krakau am schönsten anfühlt

Frühling und Herbst sind oft ideal, weil es milder ist und weniger voll. Im Sommer ist die Stadt sehr lebendig, viele sitzen draußen, und die Abende sind lang. Im Winter ist Krakau besonders stimmungsvoll, vor allem rund um den Hauptmarkt mit Lichtern und warmen Getränken. Wenn du gern fotografierst, geh früh raus, dann wirkt alles ruhiger und magischer.

Festlich beleuchtete Stände des Weihnachtsmarktes auf dem Hauptmarkt in Krakau mit Blick auf die Marienkirche am Abend.
Weihnachtsmarkt in Krakau vor der Marienkirche – Bildnachweis: Martin Dimitrov – Stock-ID: 601903864

Sehenswürdigkeiten, die du wirklich sehen willst

Krakau ist voll mit Highlights, aber du musst nicht alles abhaken.
Das sind die Klassiker, die sich lohnen.

  • Rynek Główny, der riesige Hauptmarkt als Herz der Altstadt.
  • Marienkirche mit beeindruckendem Innenraum und Blick auf den Platz.
  • Tuchhallen als Mix aus Architektur und Bummelspot.
  • Wawel Burg und Kathedrale für den großen Krakau Moment.
  • Planty Park als grüner Ring um die Altstadt.
  • Collegium Maius für Innenhöfe, Geschichte und Uni Atmosphäre.
Panoramablick über den Hauptmarkt in Krakau mit Tuchhallen und den Türmen der Marienkirche.
Blick über den Rynek Główny in Krakau – Bildnachweis: patrick8484 – iStock-ID: 1035739854

Viertel, die Krakau spannend machen

Die Altstadt ist perfekt für den ersten Tag, weil du sofort das Krakau Gefühl hast und dich schnell orientierst. Kazimierz ist dein Viertel für Cafés, Bars, Innenhöfe und Geschichte, und genau diese Mischung macht es so besonders. Hier findest du viele kleine Galerien, Foodspots und Ecken, in denen du einfach treiben lassen kannst. Podgórze wirkt ruhiger und oft weniger touristisch, was gut tut, wenn du zwischendurch Luft willst. Es ist ideal für Kontraste, Museen und Spaziergänge abseits der typischen Postkartenroute. Nowa Huta ist spannend, wenn du sozialistische Stadtplanung sehen willst und dir gern ein anderes Gesicht der Stadt anschaust. Hier bekommst du ein Krakau, das viele erst spät entdecken, aber genau deshalb lange im Kopf bleibt.

Typisch essen in Krakau: Das solltest du probieren

Krakau macht es dir leicht, dich durchzuschlemmen.
Du findest bodenständige Küche und moderne Restaurants nebeneinander.

  • Pierogi, gefüllte Teigtaschen, herzhaft oder süß.
  • Żurek, eine säuerliche Suppe, die richtig gut wärmt.
  • Bigos, ein deftiger Eintopf, oft mit Sauerkraut und Fleisch.
  • Zapiekanka, das berühmte Streetfood aus Kazimierz.
  • Obwarzanek, der Krakauer Ring als Snack für unterwegs.
  • Sernik, polnischer Käsekuchen, oft weniger süß als erwartet.
Hausgemachte polnische Pierogi mit goldbrauner Kruste, Sauerrahm und Petersilie auf einem Teller.
Frisch gebratene Pierogi mit Sauerrahm und Kräutern – Bildnachweis: bhofack2 – iStock-ID: 486978329

Wenn du etwas trinken willst, passen Craft Beer, Kompott oder ein warmer Tee im Winter.
Und ja, eine Wodka Verkostung kann Spaß machen, wenn du es bewusst angehst.

Ausflüge ab Krakau: Drei bis fünf starke Ideen

Krakau ist perfekt, wenn du City und Tagestrip kombinieren willst.

  • Wieliczka Salzbergwerk für unterirdische Hallen und eine verrückte Atmosphäre.
  • Auschwitz Birkenau als sehr bewegender Ort, den viele bewusst besuchen.
  • Ojcowski Nationalpark für Felsen, Höhlen und Natur ganz nah an der Stadt.
  • Zakopane und die Tatra, wenn du Berge und Panorama willst.
  • Kattowitz oder Breslau, wenn du eine zweite Stadt dranhängen möchtest.

Übernachten: Wo es sich am besten anfühlt

Wenn du kurze Wege willst, schlafe in oder nahe der Altstadt. Wenn du Bars und Szene magst, passt Kazimierz sehr gut, weil du abends alles direkt vor der Tür hast. Wenn du es ruhiger und oft etwas günstiger willst, schau nach Podgórze und plane dann ein paar Fahrten mit der Tram ein. Achte auf Lärm, wenn du direkt an Party Straßen wohnst, denn das kann nachts echt nerven. Ein Innenhofzimmer kann Gold wert sein, weil es deutlich leiser ist und du besser schläfst.

Hand hält einen Obwarzanek, das typische runde Gebäck aus Krakau, mit der Tuchhalle im Hintergrund.
Obwarzanek – traditionelles Krakauer Gebäck auf dem Marktplatz – Bildnachweis: Longfin Media – Stock-ID: 1505729252

Budget und Preise: Was dich grob erwartet

Krakau ist gut planbar, auch wenn dein Budget kleiner ist. Essen gehen ist oft günstiger als in vielen westeuropäischen Großstädten, vor allem wenn du lokale Küchen ausprobierst und nicht nur an den Hotspots sitzt. Eintritte und Touren sind je nach Spot sehr unterschiedlich, deshalb lohnt es sich, vorher kurz zu vergleichen und Prioritäten zu setzen. Wenn du sparen willst, iss mittags ein Tagesmenü, denn das ist häufig preiswert und trotzdem richtig gut. Nutze außerdem die Tram statt Taxi, weil du damit schnell und günstig durch die Stadt kommst. Wenn du dir etwas gönnen willst, findest du Fine Dining, moderne polnische Küche und Cocktailbars mit richtig Niveau, ohne dass es sofort abgehoben wirkt.

Highlights und kleine Reinfälle

Highlights

  • Früh am Morgen über den Hauptmarkt laufen.
  • Sonnenuntergang am Weichselufer mit Blick auf den Wawel.
  • Kazimierz am Abend mit richtig guter Stimmung.

Reinfälle

  • Sehr teure Touri Restaurants direkt am Hauptplatz ohne Qualität.
  • Wechselstuben mit schlechten Kursen in Top Lage. Nimm dir Zeit und vergleiche die unterschiedlichen Wechselstuben und ihre Kurse.
  • Kutschenfahrten, die mehr kosten als sie bringen.
Traditionelles polnisches Handwerk mit bemalten Holzpferdchen als Souvenir aus Krakau.
Bunte Holzpferdchen als polnisches Handwerk aus Krakau – Bildnachweis: Damian Lugowski – iStock-ID: 1283152156

Hölzerne Pferdefiguren: Polnische Kultur und Kunsthandwerk

In Krakau und ganz Kleinpolen findest du oft kleine hölzerne Pferdefiguren als Souvenir, weil sie an ländliche Traditionen, Handwerk und Volkskunst erinnern. Sie stehen für die Liebe zu Holzarbeiten, bemalte Details und einfache Motive, die über Generationen weitergegeben wurden. Wenn du so eine Figur kaufst, achte am besten auf handbemalte Stücke aus kleinen Werkstätten oder an Ständen mit lokalem Kunsthandwerk, weil die Qualität dort meist sichtbar besser ist. Als Mitbringsel sind sie besonders praktisch, weil sie leicht sind, wenig Platz brauchen und trotzdem eine kleine Geschichte über polnisches Handwerk erzählen.

Warum Krakau als Reiseziel so gut funktioniert

Krakau verbindet Schönheit, Geschichte und Gegenwart auf engem Raum.
Du kannst viel erleben, ohne dauernd im Transport zu hängen.
Die Stadt ist ideal für ein langes Wochenende, aber auch für eine ganze Woche.
Du bekommst Kultur, Essen, Nachtleben und starke Ausflüge in einem Paket.
Wenn du eine europäische City willst, die mehr Tiefe hat als viele andere, dann fahr nach Krakau.

Warst du selbst schon mal in Krakau oder in Polen? Wie waren deine Erfahrungen und was hast du erlebt? Wir freuen uns über ein paar Kommentare.